HomepageAgendaErepenning in ZilverDe verenigingOnderafdelingenAlgemene informatieFotosite's Kolping DigitaalKolpingnieuwsVideoLid wordenInformatie over KolpingBericht General PresesInternationale BerichtenBerichten in de mediaArchiefZoeken

Wereldgebedsdag 2014

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,

auch in diesem Jahr werden wir am 27. Oktober gemeinsam den weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes begehen und uns dabei einerseits dankbar der Seligsprechung Adolph Kolpings im Jahr 1991 erinnern, andererseits gleichzeitig für seine Heiligsprechung beten.

Ich freue mich sehr über alle Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, die sich auch in diesem Jahr in den 61 Nationalverbänden des Kolpingwerkes in die internationale Gebetskette anlässlich des Weltgebetstages einreihen.

Damit macht Ihr deutlich, dass uns in der Nachfolge des Seligen Adolph Kolping neben der materiellen und strukturellen Solidarität im Kolpingwerk, insbesondere auch das gemeinsame Gebet miteinander verbindet.

Durch die jährliche Weiterreichung der Vorbereitung des Weltgebetstages von Kontinent zu Kontinent, von Nationalverband zu Nationalverband, bekommen wir die schöne Gelegenheit, das jeweilige Land des vorbereitenden Nationalverbandes und auch seine Spiritualität näher kennen zu lernen. Herzlich bedanken möchte ich mich in diesem Zusammenhang beim Kolpingwerk Chile und beim Kolpingwerk Diözesanverband Freiburg, die in

diesem Jahr gemeinsam die inhaltliche Vorbereitung des Weltgebetstages übernommen haben.

Im Jahre 1847 schrieb Adolph Kolping „… unser Wahlspruch ist beten, lernen und arbeiten, alles mit Ernst und doch mit Fröhlichkeit …“.

In diesem Sinne grüße ich Euch herzlich aus Köln

Msgr. Ottmar Dillenburg

Generalpräses

Kerstwens 2013

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,

in diesen Tagen feiern wir Christen das Weihnachtsfest und gedenken damit des größten Geschenkes an die Menschheit: Gott wird Mensch. Gott lässt sich ein auf diese Welt, auf ihre Entwicklungskraft und auf ihre Begrenztheit. Er wird Mensch in Jesus Christus und schenkt uns damit die Chance, Schwestern und Brüder Jesu zu werden. Eine Initiative, die uns daran erinnern kann, dass wir untereinander Geschwister sind und – mit Gottes Hilfe – unser Leben aus diesem Geist heraus gestalten können.
Das Geheimnis der Menschwerdung geschah nicht nur ein für alle Mal in Bethlehem, sondern ereignet sich in jedem Augenblick unseres Christseins, wenn es uns gelingt, unsere Worte durch unsere Taten zu bestätigen und zu leben, was Jesus uns mit auf den Weg gibt: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt.“
Dann können wir dieses Weihnachtsfest ehrlich feiern – weil wir weihnachtliche Menschen sind: Menschen mit Freude im Herzen.

Eine solche Weihnachtsfreude kann man nicht backen – wie Plätzchen, bei denen ein Rezept den Geschmack garantiert. Es ist eine Freude, die unten beginnt. Im Stall, auf dem Feld – übersetzt: in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Familie. Weihnachten ist das Zulassen der Geburt Jesu in mir – auf dass ich und mein ganzes Leben in Bewegung kommen. Er, Jesus, hat es uns vorgelebt, im Auftrag Gottes hat er sich – beginnend mit der Geburt im Stall von Bethlehem – als Mensch auf den Weg zu den Menschen gemacht.
Genau dies ist dann auch unser Auftrag, dass wir sehen, erkennen und leben, worauf es eigentlich ankommt… zwei Worte nur: Mensch sein.

Schon im Jahre 1855 schrieb Adolph Kolping:

„Gewiss wäre es schön, wenn das heilige Weihnachtsfest … von den Menschen wieder zu einem wahren, christlichen Wohlstandsfeste gemacht würde und man nicht bloß am hl. Abend seine eigenen Kinder und Freunde frohmachte, sondern gerade vorzugsweise diejenigen, die gewissermaßen direkt die Stelle des armen Jesuskindes vertreten, an die der Heiland namentlich seine Rechte abgetreten hat.“ (RV 1855, S. 807) Wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das Jahr 2014!

Msgr. Ottmar Dillenburg                                                                     

      Generalpräses                                                                                      

 

 

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder weltweit,

liebe Freunde von KOLPING INTERNATIONAL!

Im November und den ersten Tagen des Dezembers ist wieder viel geschehen in der internationalen Kolpingwelt. Vor allem aber hat der 200. Geburtstag Adolph Kolpings das Leben und Feiern in vielen Verbänden bestimmt. Wir in Köln sind froh und dankbar über die vielen Berichte über Feiern und Gottesdienste, die überall auf der Welt stattgefunden haben. Ganz besonders aber hat uns gefreut, dass der internationale Gottesdienst, der aus der Minoritenkirche in Köln in alle Welt übertragen wurde, so viele Menschen bewegt hat. Besonders die Video-Beteiligung von Menschen aus allen Erdteilen beim Evangelium und bei anderen Gebeten haben uns allen wieder vor Augen geführt: Kolping ist international. Als Weltkirche kommen wir über Grenzen hinweg zusammen und sind eine globale Aktions- und Solidargemeinschaft.

Ich wünsche uns allen, dass wir diese Euphorie der letzten Monate, die Freude über den 200. Geburtstag Adolph Kolpings mitnehmen in unsere vielfältigen Aktivitäten des neuen Jahres. So wünsche ich Euch allen gesegnete Tage der Feier des Weihnachtsfestes und einen guten Übergang in das neue Jahr 2014. All jenen weit nördlich des Äquators wünsche ich viel Freude im Schnee und all jenen ganz im Süden unseres Planeten frohe Sommertage.

 Dr. Markus Demele

 Generalsekretär

Wereldgebedsdag

Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes 2014

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,

auch in diesem Jahr werden wir am 27. Oktober gemeinsam den Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes begehen und uns dabei einerseits dankbar der Seligsprechung Adolph Kolpings im Jahr 1991 erinnern, andererseits gleichzeitig für seine Heiligsprechung beten.

Ich freue mich sehr über alle Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, die sich auch in diesem Jahr in den 61 Nationalverbänden des Kolpingwerkes in die internationale Gebetskette anlässlich des Weltgebetstages einreihen. Damit macht Ihr deutlich, dass uns in der Nachfolge des Seligen Adolph Kolping neben der materiellen und strukturellen Solidarität im Kolpingwerk, insbesondere auch das gemeinsame Gebet miteinander verbindet.

Durch die jährliche Weiterreichung der Vorbereitung des Weltgebetstages von Kontinent zu Kontinent, von Nationalverband zu Nationalverband, bekommen wir die schöne Gelegenheit, das jeweilige Land des vorbereitenden Nationalverbandes und auch seine Spiritualität näher kennen zu lernen. Herzlich bedanken möchte ich mich in diesem Zusammenhang beim Kolpingwerk Chile und beim Kolpingwerk Diözesanverband Freiburg, die in diesem Jahr gemeinsam die inhaltliche Vorbereitung des Weltgebetstages übernommen haben.

Im Jahre 1847 schrieb Adolph Kolping „… unser Wahlspruch ist beten, lernen und arbeiten, alles mit Ernst und doch mit Fröhlichkeit …“.

In diesem Sinne grüße ich Euch herzlich aus Köln

Msgr. Ottmar Dillenburg

Generalpräses

Kerstwens 2012

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder in aller Welt!

Das Jahr 2012 neigt sich dem Ende zu. Im Internationalen Kolpingwerk blicken wir voll Dankbarkeit zurück auf sehr vieles, das wir als gelungen bezeichnen dürfen, im Kleinen wie im Großen. Im Juni fand in Bensberg bei Köln in Deutschland der Generalrat und im Anschluss dann die Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes statt. Während des Generalrates wurde mit Dr. Markus Demele ein neuer Generalsekretär gewählt. Er folgt Hubert Tintelott, der dieses Amt 39 Jahre in hervorragender Weise ausgefüllt hat. Wir sind ihm für seine Tätigkeit außerordentlich dankbar. Dr. Markus Demele wünschen wir für sein neues Amt Glück, Erfolg und Gottes Segen. Die Generalversammlung beschloss unter anderem ein neues 5-Jahres-Programm, demzufolge werden sich alle Ebenen des Internationalen Kolpingwerkes in den Jahren von 2013 bis 2017 intensiv mit der Katholischen Soziallehre als einem der Fundamente unseres Wirkens auseinandersetzen. Weiter beschlossen die Delegierten, einen Verbandsentwicklungsprozess zu starten, der sich in den Jahren bis zur nächsten Generalversammlung 2017 mit der zukünftigen inhaltlichen und strukturellen Schwerpunktsetzung des Internationalen Kolpingwerkes auseinandersetzen wird. Unter dem Motto: „Kolping 2017“ hat mittlerweile die Arbeit begonnen.

Nun gehen wir wieder auf das Weihnachtsfest zu und lassen uns gerne an das große Geschenk Gottes erinnern: Gott lässt sich ein auf uns und unsere Welt mit ihrer Entwicklungskraft und ihrer Begrenztheit. Gott wartet nicht ideale Bedingungen ab,um seine Sympathie zu uns Menschen auszudrücken. Vielmehr wird er in ärmste Verhältnisse hinein Mensch und begibt sich damit an den Rand der Gesellschaft, um uns eine Mitte zu eröffnen. Weihnachten zeigt uns, wozu Gott in seiner Liebe zu uns Menschen fähig ist. Er wird selbst Mensch und nimmt alles an, was echt menschlich ist und zu unserer menschlichen Natur gehört. Jesus Christus lebt wie Leonardo Boff es sagt, „als der Treffpunkt des Menschen, der Gott sucht, mit Gott, der den Menschen sucht.“ In ihm ist Gott gegenwärtig, der unsere Sehnsucht stillt, unsere Schwachheit annimmt, unsere Freude teilt und unsere Tränen trocknet. Durch dieses Kind sagt Gott zu unserer Welt und zu jedem einzelnen Menschen: „Ich liebe Dich!“ Auf diese große Zusage dürfen wir bauen und all unsere Fähigkeiten mit dazu geben, dass Gottes Liebe durch unser Denken und Handeln, durch unser Reden und Tun erkennbar wird. Das Geheimnis der Menschwerdung geschah nicht nur ein für alle Mal in Bethlehem, sondern ereignet sich in jedem Augenblick unseres Christseins, wenn es uns gelingt, unsere Worte durch unsere Taten zu bestätigen und zu leben, was Jesus Christus uns mit auf den Weg gibt: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht für die Welt.“

In diesem Sinne wünschen wir allen Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern in der ganzen Welt ein gnadenreiches Weihnachtsfest und Gottes Segen für das vor uns liegende Jahr 2013.

Msgr. Ottmar Dillenburg                                 Bernhard Burger                                 Hubert Tintelott

Generalpräses                                                Geschäftsführer                                 Generalsekretär a. D.

Kerstwens 2011

Liebe Kolpingfreunde in aller Welt,

das Jahr 2011 war für KOLPING INTERNATIONAL ein sehr bewegtes Jahr. Ende April legte Msgr. Axel Werner sein Amt als Generalpräses nieder und damit begann für KOLPING INTERNATIONAL die Suche nach einem neuen Kandidaten für dieses Amt. Zwei Nationalverbände nutzten ihr Vorschlagsrecht, und es kam in Rom zur Neuwahl von Msgr. Ottmar Dillenburg. Damit beginnt eine 10jährige Amtsperiode für den neuen Generalpräses und alle Mitglieder sind gebeten, den neu gewählten Generalpräses bei seiner Aufgabe durch ihr Gebet zu unterstützen.
Was die verbandliche Entwicklung angeht, so ragt die Neugründung des Nationalverbandes Myanmar heraus. Das Kolpingwerk Myanmar konnte 2011 als 44. Nationalverband im Internationalen Kolpingwerk gegründet werden und ist zu einem lebendigen Teil des Internationalen Kolpingwerkes geworden. Zweimal stand auch Rom im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von KOLPING INTERNATIONAL. Anfang 2011 wurde das Kolpinghaus in Rom eröffnet und Ende Oktober erinnerten sich 7000 Pilger an die Seligsprechung Adolph Kolpings vor 20 Jahren und beteten für seine Heiligsprechung. Die Wallfahrt nach Rom öffnete für die Wallfahrer aber auch den Blick auf den Kern unseres Glaubens. Adolph Kolping hat bekannt: „Jesus Christus, Gottes Sohn, ist die gewaltigste Wahrheit, die wir besitzen.“ Zu Weihnachten wird unser Blick gelenkt auf die Geburt von Jesus Christus in einem armseligen Stall. Gott zeigt seine Liebe zu den Menschen nicht durch ein prunkvolles Ereignis, sondern durch die Geburt eines Kindes ganz im Abseits, ganz am Rande des gesellschaftlichen Lebens. Doch schon der Besuch der drei Könige aus dem Morgenland machte deutlich, diese Geburt war etwas Besonderes. In Jesus Christus ist ein besonderer Mensch, Gottes Sohn, unser Bruder geworden. Er wollte durch dieses Zeichen seiner Geburt im Stall deutlich machen, dass er auch den Ärmsten nahe ist und seine Liebe allen Menschen gilt.
Für uns kann der Blick auf die Krippe ein Anstoß sein, auch in unserem Leben immer wieder an dieser von Gott durch seinen Sohn Jesus Christus geoffenbarten Liebe Maß zu nehmen. Christliche Liebe ist immer eine dreifache Liebe, die Liebe zu Gott, zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen.

Wir wünschen allen Mitgliedern des Kolpingwerkes weltweit, dass sie immer wieder erfahren, wie geschenkte Liebe das eigene Leben bereichern kann, und dass unser Handeln als Kolpingmitglieder auch im Jahr 2012 von dieser Liebe geprägt ist. Wir wünschen allen Mitgliedern ein gnadenreiches Weihnachtsfest und ein friedvolles Jahr 2012.

Msgr. Ottmar Dillenburg                       Bernhard Burger                      Hubert Tintelott

Generalpräses                                      Geschäftsführer                        Generalsekretär

Msgr. Ottmar Dillenburg, Generalpräses

Lebenslauf Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg

Geboren am15.06.1961 in Bad Bertrich

Stufen seiner Ausbildung

1982 – 1987 Studium der Theologie und Philosophie in Trier und München
1988 Diakonatsweihe
1989 Priesterweihe

Seine bisherigen Wirkungsstätten
1989 – 1991 Kaplan in St. Wendel/Saar
1991 – 1994 Vikar in Andernach/Rhein
1994 – 1998 BDKJ Diözesanpräses und Diözesanjugendpfarrer Bistum Trier
1998 – 2005 Stadtpfarrer Dillingen Hl. Sakrament und St. Johann
1999 – 2008 Diözesanpräses Kolpingwerk DV Trier
2005 – 2008 Schulpfarrer Bischöfliches Cusanus Gymnasium Koblenz
2004 – 2008 stv. Bundespräses Kolpingwerk Deutschland
2005 – 2011 Pastorale Begleitperson Kolpingjugend Kolpingwerk Deutschland
seit 2004 Teilnahme an allen relevanten Versammlungen auf kontinentaler und internationaler Ebene
seit 2008 Bundespräses Kolpingwerk Deutschland
seit 2008 Kontinentalpräses Kolpingwerk Europa
seit 2008 Vorstand SEK e.V.

Sein bisheriges Engagement bei Kolping
Meine ehrenamtliche und berufliche Vita ist geprägt durch die Mitarbeit zunächst in der Jugendverbandarbeit und später der Verbandsarbeit im Kolpingwerk auf den verschiedensten Ebenen. Als junger Priester war ich in der Diözese Trier BDKJDiözesanseelsorger und mithin für die unterschiedlichen Jugendverbände im Bistum Trier mitverantwortlich. Prägend war hier schon meine Zuständigkeit für die Kolpingjugend im Bistum Trier. Die anschließende hauptberufliche Tätigkeit als Pfarrer in Dillingen/Saar wurde ab 1999 ergänzt durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Diözesanpräses des Kolpingwerkes Trier. Im Jahr 2004 haben mich die Delegierten der Bundesversammlung in Osnabrück in einem weiteren Ehrenamt zum stv. Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland gewählt. Seit dem Jahr 2005 war ich dann noch als „Pastorale Begleitperson“ mitverantwortlich für die Jugendarbeit der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland. Im Jahr 2008 wurde ich von der Bundesversammlung des Kolpingwerkes Deutschland in Essen zum hauptberuflichen Bundespräses gewählt. Kurze Zeit später von der Kontinentalversammlung Europa auch zum Kontinentalpräses des Kolpingwerkes Europa. Damit verbunden war jeweils die Mitarbeit in den entsprechenden Rechtsträgern auf Diözesan- und Bundesebene und im Internationalen Kolpingwerk. So bin ich seit dem Jahr 2008 Mitglied des Vorstandes des Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V. und seit diesem Jahr dessen stv. Vorsitzender.

Was motiviert mich, für das Amt des Generalpräses zu kandidieren?
Für mich ist weniger der Reiz als vielmehr die Ehre, die mir schon durch die Nominierung durch des Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland zuteil geworden ist, für das Amt des Generalpräses als Nachfolger Adolph Kolpings zu kandidieren. Wenn schon bei der Ausübung der Ämter des Diözesan-, Bundes- und Europapräses eine große Verantwortung für Gegenwart und Zukunft der jeweiligen Ebenen verbunden war, wird diese Verantwortung noch einmal deutlich größer, wenn es darum geht, als Generalpräses das Internationale Kolpingwerk in momentan 61 Nationalverbänden nach innen und außen zu vertreten. Hierzu gehören insbesondere die geistige Ausrichtung des Internationalen Kolpingwerkes und seiner Gliederungen auf der Basis der Botschaft Jesu Christi und der Katholischen Soziallehre.

Welche Schwerpunkte stelle ich mir vor für ein zukünftiges Engagement als Generalpräses?
Die vielfältigen Aufgaben des Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes machen eine Schwerpunktsetzung schwierig. Nichtsdestotrotz wird ein Schwerpunkt die Sorge um die Einheit des Internationalen Kolpingwerkes darstellen. Hierbei geht es um die zeitgemäße Verwirklichung des Programms und des Gedankenguts Adolph Kolpings um intensive Kontakte zu den Zentralverbänden und - so notwendig - weiteren Ebenen im Kolpingwerk, um Vorbereitung und Durchführung von Werkwochen, Schulungen, Ausarbeitung von Schrifttum und Arbeitsmaterial sowie liturgischen Vorlagen für die Arbeit im Kolpingwerk. Hierbei gilt es m.E., die kontinentale Ebene zu stärken, um mit Hilfe der kontinentalen Arbeitsgemeinschaft eine engere und bessere Zusammenarbeit der Nationalverbände untereinander zu stärken. Weiter wäre es mir als Generalpräses ein großes Anliegen, an einer der Grundaufgaben des Kolpingwerkes, nämlich der Befähigung unserer Mitglieder, sich als – wie es Adolph Kolping sagt - „tüchtige Christen“ in allen Lebensbereichen von Kirche und Welt zu bewähren und durch diese Aktivitäten jedes einzelnen Mitglieds und der verschiedenen Ebenen des Kolpingwerks das Gemeinwohl in allen Ländern, in denen wir tätig sind, im christlichen Sinne zu fördern und an der ständigen Erneuerung der Gesellschaft mitzuwirken.

Über welche Sprachkenntnisse verfüge ich?
Deutsch / Englisch

Neuer geschäftsführender Vorstand des SEK e.V. gewählt

Köln. Der ehrenamtliche Vorstand des Sozial- und Entwicklungshilfe e.V. (SEK) hat aus seinen Reihen einen neuen geschäftsführenden Vorstand gewählt. Mit großer Mehrheit wurde Hubert Tintelott zum Vorsitzenden, Msgr. Ottmar Dillenburg und Bernhard Burger zu seinen Stellvertretern gewählt. Die Wahl wurde nötig, weil der bisherige Vorsitzende, Msgr. Axel Werner, das Internationale Kolpingwerk Ende April verlassen wird und damit auch alle seine damit verbundenen Ämter niederlegt. Für die nunmehr Gewählten gilt die ursprüngliche Amtszeit bis 2013.

 

Der SEK e.V. ist die Entwicklungshilfeorganisation des Internationalen Kolpingwerkes, die im Jahr 2009 mit mehr als 8,6 Millionen Euro Projekte in 43 Ländern gefördert hat. Der ehrenamtliche Vorstand des SEK e.V. besteht derzeit aus insgesamt sieben Mitgliedern, die das Internationale Kolpingwerk und die so genannten Geberländer Deutschland, Schweiz und Südtirol vertreten.

Afscheid General Preses Axel Werner

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, liebe Freundinnen und Freunde des Kolpingwerks,

 

Nach neunjähriger Tätigkeit als Generalpräses werde ich am 30. April 2011 das Kolpingwerk verlassen, um eine neue Aufgabe innerhalb meiner Heimatdiözese Köln zu übernehmen. Diesen Entschluss habe ich auch gefasst, um den 2012 mit der Neuwahl des Generalsekretärs anstehenden Wechsel in der Führungsspitze des Internationalen Kolpingwerkes zu erleichtern und einen gleitenden Übergang zu ermöglichen.

Eine für mich ereignisreiche und erfüllende Zeit geht zu Ende. Auf den Tag genau neun Jahre nach meiner Wahl, werde ich mein Büro am Kolpingplatz verlassen und das Rektorat der frisch renovierten Grabeskirche unseres Gesellenvaters an den Erzbischof zurückgeben. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Pfarrer in Lateinamerika und neunjähriger Amtszeit als Generalpräses freue ich mich nun auf eine neue und wichtige Aufgabe, wiederum in der pfarrlichen Seelsorge, ganz besonders.

Am 30. April 2002 vertraute mir die absolute Mehrheit des Generalrats des Internationalen Kolpingwerks während seiner Tagung in Chiapas-Mexiko gleich im ersten Wahlgang das Amt des Nachfolgers des Seligen Adolph Kolpings an. Diesen Tag hatte ich mit gemischten Gefühlen seit Dezember des Jahres 2001 erwartet, denn hier stand mir wiederum eine ganz neue Herausforderung bevor.

Lange hatte ich mich nämlich darauf vorbereitet, in Lateinamerika, in der Pfarrseelsoge, die mir dann so viel Freude und Zufriedenheit gebracht hat, zu arbeiten. Gerne war ich drei Jahre Pfarrer in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, und der Umzug nach Mexiko-Stadt im Jahre 1998 und die dortige Tätigkeit brachten wiederum neue und andere Erfahrungen. Mit der Wahl zum Generalpräses sollte diese Zeit nun zu Ende gehen.

Das Vertrauen des Generalrats, meines Erzbischofs und die Ermutigung vieler Kolpingmitglieder ließen mich mein Zögern überwinden, diese so anders geartete Aufgabe zu übernehmen und nach gewonnener Wahl das Amt auch guten Mutes anzutreten. Es war allerdings ein Weg zurück nach Köln, in die Stadt, in der ich 1990 geweiht worden war und auch über fünf Jahre als Kaplan gearbeitet hatte.

Meine Unerfahrenheit in der verbandlichen Arbeit wollte ich mit Einsatzfreunde, meinen Sprachkenntnissen und der Auslandserfahrung ausgleichen. Schnell konnte ich erkennen, dass die Aufgaben des Generalpräses durchaus auch entfernt von dem sein können, was mich in meiner priesterlichen Berufung geführt und ermutigt hat. Seelsorge im Sinne der Begleitung einzelner Menschen in einer Pfarrei ist dem Generalpräses nur selten möglich. Gespräche, Planung, Organisation und Konferenzen stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Nachfolgers des Seligen Adolph Kolpings.

Kolpingsfamilien in zur Zeit 61 Ländern der Erde zu verstehen, ihre oft sehr unterschiedlichen Vorstellungen von verbandlicher Arbeit zu stützen oder zu korrigieren, die Verehrung des seligen Gesellenvaters zu fördern und seine Heiligsprechung zu betreiben, erfordern Einsatzfreude, Kreativität, und Vertrauen in den guten Willen vieler Kolpingschwestern und Kolpingbrüder sowie vieler hauptamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Internationalität der verbandlichen Arbeit hat dem Kolpingwerk über manche Hürde bei der Definition seines modernen Selbstverständnisses hinweggeholfen. Die Vertiefung der Religiosität, ein christliches Verständnis von Bildung, Ausbildung und Arbeit sowie die Stärkung der christlichen Familien sind die Grundlagen unseres Selbstverständnisses als katholischer Verband. Nur die weitere konsequente Arbeit an diesen Fundamenten wird dazu beitragen, dass Viele die Meinung des Kolpingwerks anhören und ernst nehmen.

Auch in Zukunft können Meinungsverschiedenheiten aufgrund von kulturellen, spirituellen und gesellschaftlichen Einflüssen, unter denen nationale Kolpingwerke ihre verbandliche Arbeit realisieren, zu kontroversen Diskussionen auf der internationalen Ebene unseres Verbandes führen. Dabei gilt es, die gemeinsamen Ziele im Sinne der katholischen Soziallehre zu definieren und für den Gesamtverband fruchtbar zu machen.

Auf vielfältige Weise erleben Verbandsmitglieder, dass die Solidarität unter Kolpingschwestern und Kolpingbrüdern dazu beiträgt, Lebensperspektiven zu eröffnen bzw. zu entwickeln. Dies kann in der Gemeinschaft einer Kolpingsfamilie, in einem Kurs eines Bildungswerks oder durch andere Impulse geschehen. Die kontinentale oder nationale Herkunft eines Mitglieds darf hierbei nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der afrikanische Bauer oder die Bäuerin, der indische Kleinsparer, der mexikanische Kaffeefarmer, AIDS-Waisen in Uganda oder junge Menschen, die in Lehrlingszentren Ausbildung, Wohnung und Gemeinschaft finden, dürfen sich darauf verlassen, dass weltweit rund eine halbe Million Mitglieder, unterstützt von vielen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit dafür sorgen, dass Perspektiven für das Leben des Einzelnen und seiner Familie entwickelt und gefördert werden. Es kommt allein darauf an, dem Prinzip der „ Hilfe zur Selbsthilfe“, auf dem Fundament unseres Glaubens, der Gottes- und Nächstenliebe an erster Stelle sieht, zu folgen.

Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle jene Kolpingmitglieder, die aus voller Überzeugung in ihrer Pfarrei mitarbeiten und dafür sorgen, dass Spiritualität und Solidarität in der eigenen Kolpingsfamilie gestärkt werden oder zumindest nicht verlorengehen.

In ganz besonderer Weise sind mit der Arbeit des Generalpräses der Schutz, die Verwaltung und der Erhalt der Wirkungsstätten des Seligen Adolph Kolpings verbunden. Die Renovierung der Minoritenkirche, die am 4. Dezember 2010 mit Hilfe vieler Mitglieder und des Erzbistums Köln abgeschlossen werden konnte, ist dabei nur ein Mosaikstein in der Fülle der Aufgaben. Die seit vielen Jahren notwendige Sanierung des Geburtshauses unseres Gesellenvaters in Kerpen und die Weiterführung der Modernisierung des Generalsekretariates am Kolpingplatz werden Aufgaben sein, die mein Nachfolger mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird bewältigen müssen. Ich wünsche mir, dass er sich dabei auf das Verständnis und die Solidarität aller Verbandsmitglieder der internationalen Kolpinggemeinschaft verlassen kann.

Auf ganz besondere Weise bekennt sich das Kolpingwerk in seinem Generalstatut zum einheitsstiftenden Charakter des Amtes des Generalpräses. Bei meinen Besuchen in Deutschland und anderen Ländern Europas, in Amerika, Asien und Afrika, bin ich stets mit Freude, Respekt und Herzlichkeit aufgenommen worden. In vielen Seminaren, Vorträgen, Diskussionen und Gesprächen stand immer das Werk Adolph Kolpings und seine Umsetzung in Kirche und Gesellschaft unserer Zeit im Mittelpunkt.

Aus unserer katholischen Spiritualität heraus entwickelt das jeweilige nationale Kolpingwerk Ideen für sein Engagement in vielen Bereichen von Kirche und Gesellschaft, die sich immer auch auf ihre internationale Gültigkeit und ihren internationalen Wert hin befragen lassen müssen. Während meiner gesamten Amtszeit ist mir der „ Austausch auf Augenhöhe“ bei den Mitgliedern aus den vielen Kontinenten und in den Gremien des Internationalen Kolpingwerkes ein großes Anliegen gewesen. Begegnungen in vielen Ländern, aber auch die großen Konferenzen von Generalversammlung und Generalrat haben gezeigt, dass es keinen Monopolanspruch Einzelner auf die beste Realisierung unserer verbandlichen Ziele geben kann, denn auch in Kolpingwerken sich entwickelnder Länder entstehen Visionen, die Vorbild sein können für die verbandliche Entwicklung, und es wird nach Kräften an der Umsetzung dieser Ziele gearbeitet.

Am Ende meiner Amtszeit möchte ich von Herzen Ihnen und Euch allen Dank sagen. Dieser gilt in besonderer Weise der Vielzahl der Mitglieder im weltweiten Verband und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Generalsekretariat, an dessen Spitze Hubert Tintelott als Generalsekretär, Bernhard Burger und Hans Drolshagen als Geschäftsführer und meiner Mitarbeiterin, Frau Elisabeth Gühmann, die stets engagiert und verlässlich die Zusammenarbeit mit dem Generalpräses praktiziert haben. Hier möchte ich Geschäftsführer Bernhard Hennecke und Father Roland Pasensie (Südafrika) nicht vergessen, die bis zu ihrem Tode wertvolle Arbeit in der Spitze des internationalen Verbandes leisteten. Ebenso bedanke mich gerne bei allen, die für die Betreuung der Minoritenkirche Sorge tragen, damit dieser Ort auch weiterhin als geistliches Verbandszentrum und spirituelle Oase in Köln seine Ausstrahlung behält.

Ich bin dankbar, dass ich neun Jahre meinen Dienst mit der Unterstützung Vieler ausüben konnte. Mögen auch weiterhin durch die Ideen des Seligen Adolph Kolpings Menschen zu Glaube, Hoffnung und Liebe finden und im Kolpingwerk Heimat und Solidarität erfahren.

Von Ihnen allen verabschiede ich mich mit einem von Herzen kommenden „Treu Kolping“!

Ihr und Euer

 

Msgr. Axel Werner

Generalpräses

 

Kerstgroet Kolping Internationaal

Dear friends of Kolping all over the world!

KOLPING INTERNATIONAL passed new Ecological Guidelines at the meeting of the International Board of Directors in Bukoba, Tanzania, in May 2010. With these Guidelines the Kolping Society picks up a topic that is getting increasingly recognized, because the climate change and other interference in God’s creation caused by man have become a threat for people in many parts of the world. Many Kolping Families have realized this challenge exists and put their heart and soul into trying to preserve creation. In some statements on the noticeable ecological challenges the problems connected with them are called the Social Question of our century. The Kolping Society was started by its founder as an initiative meant to help contribute to the solution of the Social Question of the 19 Kolping Society is the Kolping Society’s answer to contribute to solving the international Social Question which is the Social Question of the 20 the Kolping Society can perhaps render a contribution to solving this particular Social Question, the Social Question of the 21 It is not necessary for us to start at zero, because even now there are already plenty of initiatives at all organizational levels which meet this challenge. We can be justly grateful for those initiatives.

The sense of gratefulness shall also be dominant at the end of this year. In 2010, the International Kolping Society was challenged by a number of problems, we have had to face the painful loss of leaders through death, but we have also experienced a lot of solidarity and exemplary actions, and were able to witness how the Kolping Society made a new start in many parts of the world. The approaching Christmas, in particular, means that we are looking ahead with great trust in God. Trust in God characterizes man and also influences how we treat others and ourselves.

Also today God acts through people. We wish all members of the International Kolping Society a merry and gracious Christmas, and hope for the New Year that God may set more examples of his love in the world through us and our acting. th century. The development work rendered by the Internationalth century. With its initiatives in the Ecologyst century.

Msgr. Axel Werner                         Bernhard Burger                                 Hubert Tintelott

General Praeses                           Managing Director                               General Secretary

Weihnachtsgruss 2010



Adolph Kolping, ein Mann der Dankbarkeit und des Vertrauens 

Liebe Kolpingschwestern,
liebe Kolpingbrüder in aller Welt,

ein Jahr voller Ereignisse geht seinem Ende entgegen und wir bereiten uns in diesen Tagen auf das Fest der Geburt unseres Herrn Jesus Christus vor. Voll Vertrauen dürfen wir auf die vergangenen Wochen und Monate zurückschauen und das Jahr in die Hände Gottes zurücklegen. Trotz vieler Herausforderungen auf allen Ebenen des Kolpingwerkes blicke ich mit Dankbarkeit auf das Getane zurück.

Schon der Selige Adolph Kolping kannte die Kraft der Dankbarkeit („Bruder, lehre sie dankbar sein!“). Wirkliche Dankbarkeit ist eine Lebensgrundhaltung. Die Dankbarkeit gegenüber Gott, dem Leben und den Mitmenschen hängt zusammen. Eine solche umfassende Dankbarkeit, die Adolph Kolping immer wieder ins Zentrum seiner Betrachtungen gestellt hat, weiß: „Alles, was ich erlebe, was ich bekomme, ist nicht selbstverständlich!“ Es ist im letzten ein Geschenk der Gnade. So wichtig unsere Arbeit und unser Bemühen auch gewesen ist; noch wichtiger ist die Gewissheit: „Ich kann nicht alles selber machen! Ich bin auf andere angewiesen – auf Gott und meine Mitmenschen.“ Häufig begreifen wir erst so etwas, wenn plötzlich das Gewohnte durchbrochen wird, so z.B. schätze ich meine Gesundheit erst, wenn ich wirklich krank geworden bin. Ich möchte deshalb im Namen aller Kolpingmitglieder meinen Dank zum Ausdruck bringen. Meinen Dank gegenüber Gott und allen, die mitgeholfen haben, dass das Werk Adolph Kolpings sich so positiv weiterentwickelt. Liebe Kolpingfreunde: danken hat etwas mit denken zu tun. Ehrlicher Dank wird nicht gedankenlos ausgesprochen, weil es sich so gehört, sondern ich bin davon überzeugt, dass er mein Leben verändert und so zum Teilen führt. Teilen praktizieren wir als internationale Solidarität auf allen Ebenen des Internationalen Kolpingwerkes.

Im Hinblick auf das Jahr 2011, das uns in kurzer Zeit von Gott geschenkt werden wird, schlage ich vor, es durch die Kraft des Vertrauens zu prägen. Gottvertrauen prägt den Menschen und wirkt sich auch im Umgang mit anderen und mit sich selber aus. Gott wirkt auch heute durch Menschen. Diese Erfahrung hat Adolph Kolping vor über 150 Jahren bereits gemacht. Darum ist das Vertrauen gegenüber den Mitmenschen etwas ganz Entscheidendes in Gesellschaft, Kirche und Kolpingwerk. Manchmal habe ich den Eindruck, dass in unseren Kolpingsfamilien zu wenig vertraut wird, aber auch, dass wir unseren Mit-gliedern zu wenig zutrauen. Sicherlich, Vertrauen kann missbraucht werden, aber noch problematischer scheint mir zu sein, wenn Ängstlichkeit und Kleinmut vorherrschen und die zarte Pflanze des Vertrauens nicht wachsen darf. So vertun wir Chancen, denn der Vorschuss an Vertrauen verändert. Er setzt neue Kräfte frei und bringt oft Überraschendes hervor. Kolping war ein Mann, der dem Heiligen Geist mehr zutraute und deshalb stets um seine Kraft gebeten hat.

Als Euer Generalpräses wünsche ich mir, dass wir auch im neuen Jahr angesteckt werden von Freude, Dankbarkeit und Vertrauen. Ich lade alle Kolpingmitglieder dazu ein, konkrete Schritte der Veränderung zu versuchen. Bitten wir Gott auf die Fürsprache des Seligen Adolph Kolping um Kraft und Offenheit dazu.

Aus dem Generalsekretariat des Internationalen Kolpingwerkes wünsche ich Euch einfriedvolles Weihnachtsfest. Möge die Gnade, die von der Geburt unseres Erlösers ausgeht, Euer Leben erfüllen und Euch einander näher bringen in der Gemeinschaft von Kirche, Kolpingwerk und Gesellschaft.

 Ich wünsche Euch den Segen Gottes für das Jahr 2011. Im Bewusstsein der Gegenwart Gottes, die auch das Leben und die Arbeit Adolph Kolpings geprägt hat, werden wir die Herausforderungen des neuen Jahres miteinander meistern.

TREU KOLPING
Euer

Msgr. Axel Werner
Generalpräses

Overlijden Preses Zuid Afrika

Solange ich gekonnt, habe ich gearbeitet; wird’s Feierabend früher als gedacht, nun, in Gottes Namen.  

Adolph Kolping  

Nach mit großer Geduld und anhaltender Arbeitsfreude ertragener langer schwerer Krankheit ist Father Roland Pasensie am 24. September 2010 von Gott heimgerufen worden.  

Mit Father Roland Pasensie verliert KOLPING INTERNATIONAL eine sehr engagierte Führungspersönlichkeit, die sich mit ganzer Kraft und Leidenschaft für die Ziele des Kolpingwerkes eingesetzt hat. Neben seiner Tätigkeit als Nationalpräses Südafrika nahm er auch Aufgaben bei KOLPING INTERNATIONAL wahr. So war er über viele Jahre Mitglied des Generalpräsidiums und Kontinentalpräses für Afrika. Mit Rat und Sachverstand hat er in den verschiedenen Gremien des Internationalen Kolpingwerkes mitgewirkt. Durch seine Initiative konnte die Partnerschaftsarbeit mit Südafrika intensiviert und viele Projekte mit Erfolg durchgeführt werden.  

Das Internationale Kolpingwerk verliert mit Father Roland eine Persönlichkeit, die den Verband über Jahre entscheidend mit geprägt hat. Seine Leistungen bleiben uns unvergessen.  

Die Kraft für sein unermüdliches Engagement schöpfte er aus dem Glauben und auch in den Tagen seiner Krankheit war sein Leben durch die Zuversicht auf die Auferstehung geprägt.  

KOLPING INTERNATIONAL trauert mit seinen südafrikanischen Schwestern und Brüdern und bittet um das Gebet für unseren lieben Verstorbenen und für das Kolpingwerk in Südafrika um die Kraft, die nun vor sich liegende schwere Zeit zu meistern.  

Msgr. Axel Werner Generalpräses

 

Liebe Kolpingfreunde,

vor wenigen Wochen war der Generalrat des Internationalen Kolpingwerkes in Afrika zu Gast. Delegierte aus 29 Ländern haben sich in Bukoba – Tansania getroffen, um über die Ausrichtung unserer zukünftigen Arbeit zu beraten. Wir sind in einem Kontinent zu Gast gewesen, dessen Bewohner über Generationen hinweg den berechtigten Eindruck hatten: Europäer interessieren sich nur für uns, um etwas wegzunehmen! Die Zeit des Kolonialismus ist in Afrika in vielen Bereichen der Gesellschaft und der Kirche noch spürbar. Die „Tradition des Stehlens" wird nun durch andere Systeme aus anderen Kontinenten fortgesetzt und durch Korruption vielfach gefördert.

Durch die dynamische Arbeit der afrikanischen Kolpingwerke mit etwa 30.000 Mitgliedern wird deutlich: Kolping ist keine Nicht-Regierungsorganisation (NGO), die sich um soziale Bedürfnisse der Menschen kümmert, sondern eine durch und durch geistlich geprägte Bewegung, die in ihrem Glauben das göttliche Gebot der Nächstenliebe als Fundament ihrer Arbeit sieht. Gerade in den vergangenen Tagen habe ich mich an ein Wort unseres Heiligen Vaters Benedikt XVI. aus dem vergangenen Jahr erinnert: „Afrika kann dem Rest der Welt etwas Kostbares geben! Afrika ist eine spirituelle Lunge."

Es lohnt sich auf die Worte der afrikanischen Kirchenführer zu hören. Kardinal Peter Turkson (Ghana) als neuer Präsident des päpstlichen Rates Justitia et Pax bekennt: „Afrika ist ein Kontinent von Armut, Not und Kriegen, zugleich aber auch ein Kontinent der Chancen."

Wir sollten uns entschieden gegen pauschale Vorurteile über den afrikanischen Kontinent wenden. Neben despotischen Regimes und damit verbundener Korruption entwickelt sich in Afrika auch Demokratie und die kulturelle, sowie die politische Sensibilität nehmen stetig zu. Die Realität auf diesem Kontinent ist weit von dem entfernt, was europäische und nordamerikanische Medien als Klischees verbreiten. Natürlich existieren Kreuz und Leiden von Krankheit, Hunger und Elend, welche Millionen von Afrikanern täglich tragen müssen. Es ist wahr, dass die Hälfte aller Länder Afrikas in den letzten Jahrzehnten gewalttätige Konflikte durchlebt haben. Natürlich ist die Konfrontation mit dem Islam in manchen Ländern gegenwärtig. Die Kirche Afrikas ist eine Kirche der Märtyrer. Während des Besuches im Heiligtum der Märtyrer Afrikas in der Nähe von Kampala in Uganda (Hl. Karl Llwanga und Gefährten) wird dies deutlich und ebenso in vielen tausend anderen Orten in der Gegenwart.

Die afrikanische Kirche verdient höchsten Respekt, weil sie sich in allen Bereichen des Lebens und der Gesellschaft engagiert. Sie verdient deshalb ernst genommen zu werden, weil sie in Krisensituationen oft die einzig noch funktionierende Struktur im Dienst für den Menschen darstellt. Zunehmend entdeckt die afrikanische Kirche die Immigration als große Herausforderung für die Pastoral der Gegenwart. Wegen grausamer Kriege, wirtschaftlicher Not und Klimawandel verlassen immer mehr Menschen ihre Heimat. Den wenigsten von uns ist bewusst, welche Höllen Afrikaner auf ihrem Weg nach Europa durchwandern müssen. All dies stellt auch uns als Kirche in Europa vor ungeheure Herausforderungen.

Aber die Kirche Afrikas hat auch die Möglichkeit dem Rest der Welt Geschenke zu machen: Heute sind es nicht mehr europäische Missionare, die den Glauben nach Süden bringen, sondern junge Männer und Frauen aus Afrika, die den Nachwuchs in Priester- und Ordensberufen bilden. Afrika ist ein „Geber-Kontinent" geworden. Es kommen nicht nur Priester aus Afrika nach Europa, viele der Immigranten sind katholisch und so manche Pfarrei verdankt ihre Vitalität und ihr Überleben der Anwesenheit von Immigranten aus dem Süden.

Heute ist das Kolpingwerk in Afrika in 12 Ländern (Uganda, Tansania, Kenia, Südafrika, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Burundi, Ruanda, Sambia und Malawi) mit ungefähr 30.000 Mitgliedern vertreten. Es werden Programme entwickelt, durch die Kolpingsfamilien ihre Gemeinschaft, ihrer Solidarität und ihren Glauben vertiefen können. Für viele heißt bei „Kolping" Mitglied sein, sich einer Idee zu verschreiben, die das Leben in allen Dimensionen tief verändert. Während der Tagung unseres Generalrates hat sich für uns das Wort unseres Seligen Gesellenvaters erfüllt. Er hat es präzise formuliert: „Es gab für uns eine Heimat fern der Heimat."

Für mich als Generalpräses ist wieder einmal spürbar geworden: Unsere afrikanischen Schwestern und Brüder haben eine innere Kraft, die ihnen die Fähigkeit schenkt, Gewalt, Elend, Ungerechtigkeit und Epidemien zu ertragen, ohne die Hoffnung und Lebensfreude zu verlieren. Und genau das ist es, was mir Mut in unserer europäischen Pastoral in Europa macht. Afrikanische Christen sind ein Vorbild für uns!

Von Afrikanern können wir lernen!

Das meint Euer

Msgr. Axel Werner (Generalpräses)

 

Gemeinschaft überwindet Armut und Einsamkeit
Papst-Enzyklika bringt neue Impulse für die Arbeit von KOLPING INTERNATIONAL

Köln, 8. Juli 2009: „Die Enzyklika ‚Caritas in veritate’ ist für uns ein wichtiger Impuls für unsere heutige Arbeit", meint Msgr. Axel Werner, Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes. „1967 war die Enzyklika ‚Populorum progressio’ der Startschuss für die koordinierte Entwicklungszusammenarbeit des Kolpingwerkes. In dem nun 40-jährigen Engagement standen für uns nicht nur Projekte der beruflichen Ausbildung und der ländlichen Entwicklung auf dem Programm, sondern auch die Gemeinschaftsbildung. Kolping hat erkannt, dass Einsamkeit und Isolation eine der schlimmsten Arten von Armut ist." Zur Überwindung dieser Einsamkeit hat KOLPING INTERNATIONAL in den letzten 40 Jahren mehr als 3.000 Kolpingsfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika neu gegründet.

„Die Forderungen von Papst Benedikt XVI. zur Arbeitswelt stehen in großer Übereinstimmung mit den Zielen und Initiativen des Kolpingwerkes", betont Generalsekretär Hubert Tintelott. So hat KOLPING INTERNATIONAL die Arbeitswelt zu seinem Fünfjahresschwerpunkt erklärt und hat unterschiedlichste Initiativen ins Leben gerufen, um Menschen den Zugang zur Arbeitswelt zu erleichtern. „Wir sehen auch den Bedarf nach einer Stärkung von Arbeitnehmervereinigungen weltweit", erläutert Tintelott, „denn gerade die Menschen im informellen Sektor stehen oft ohne jede Vertretung ihrer Rechte da."

Der Papst fordert eine Agrarreform in den Entwicklungsländern und innovative landwirtschaftliche Produktionstechniken. Denn nur so könne sich langfristig die Lage dort ändern, weiß Tintelott aus Erfahrung: „Kolping hat große Erfolge bei der Einführung von ökologischem Landbau in Afrika, Asien und Lateinamerika. Das fängt bei so grundlegenden Dingen an wie etwa der Herstellung von eigenem Kompost, um die Ernteerträge zu steigern."

KOLPING INTERNATIONAL ist ein katholischer Sozialverband mit rund 450.000 Mitgliedern in über 60 Ländern. Der Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V. (SEK) hat im Jahr 2008 Projekte und Programme in 42 Ländern mit insgesamt knapp 8,5 Millionen Euro gefördert.

Wereldgebedsdag 2009

Weltgebetstag 2009 des Kolpingwerkes

Liebe Kolpingsfamilien in aller Welt,

Ich freue mich darüber, dass Sie sich entschieden haben, das ausführliche Vorbereitungsprogramm für den Weltgebetstag 2009 anzufordern.

Unsere Freunde aus der Slowakei haben sich bereit erklärt, für dieses Jahr die Verantwortung für die Gestaltung des Weltgebetstages zu übernehmen. Seit langem konnte wieder ein mitteleuropäisches Land dafür gewonnen werden, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Den Weltgebetstag betrachten wir im Internationalen Kolpingwerk als wirkliches Zeichen der Einheit. Wir schauen nicht nur auf die besondere Berufung und Vision unseres Gesellenvaters, sondern blicken auf unsere Gemeinschaft, die sich nun in 61 Ländern verbreitet hat. Immer mehr wird mir klar, dass wir Zeichen der Einheit für diese weltumspannende Gemeinschaft brauchen. In der Verehrung des Seligen Adolph Kolping und einer gemeinschaftlichen Feier am Tage seiner Seligsprechung sehe ich eine Verbindung, die es zu stärken gilt. Am Tag der Seligsprechung (27. Oktober) treffen sich weltweit ca. 7.000 Kolpingsfamilien, um den seligen Adolph Kolping um seine Fürsprache anzurufen.

In diesem Jahr denken wir an unsere slowakischen Kolpingfreunde, die sich darum mühen in postkommunistischer Zeit einen katholischen Sozialverband zu stärken, der sich insbesondere für die Ausbildung an der an den Rand gedrängten kümmert. Es ist schön zu wissen, dass Sie sich in diesem Jahr diesem Anliegen verbunden fühlen.

Schon heute möchte ich darauf hinweisen, dass wir im Jahre 2011 unseren Weltgebetstag gemeinsam in Rom feiern können. Die Wallfahrt anlässlich des 20jährigen Jubiläums der Seligsprechung gibt uns Gelegenheit unsere gemeinsame Spiritualität zu stärken und um die Heiligsprechung Adolph Kolpings zu beten.

In herzlicher Verbundenheit grüsse ich Sie aus dem Generalsekretariat von KOLPING INTERNATIONAL und wünsche Ihnen viel Freude bei der Vorbereitung des Weltgebetstages 2009
Ihr
Msgr. Axel Werner
Generalpräses

Ostergruß

Der Moment, in dem Glaube entsteht! “

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder in aller Welt!
Inmitten der Osterfreude stellt uns das Evangelium jedes Jahr neu den „ungläubigen Thomas“ vor. Er ist für mich der Prototyp eines Menschen, der mit allen Sinnen begreifen will: „Der Herr ist auferstanden!“ Hinzu kommen Zweifel und Hoffnungslosigkeit des Sterbens Jesu Christi. Es besteht für mich kein Zweifel: In Thomas können wir uns alle sehr gut wiederfinden! Immer wieder geht es in dem Osterevangelium um das Begreifen der Auferstehung mit allen Sinnen. Maria Magdalena erkennt den Auferstandenen, darf ihn aber nicht festhalten. Die Jünger hören seine Botschaft: Der Friede sei mit euch. Sie hören, dass Ihnen Gottes Geist zugesagt wird; sie sehen den Auferstandenen und sie erfahren ebenso, dass dieser Jesus sich nicht festhalten lässt. Thomas steht für die menschliche Sehnsucht nach Beweisen. Thomas ist Zeichen für den menschlichen Wunsch nach einer Berührung, die glauben lässt.

Das Evangelium lässt offen, ob Thomas wirklich Jesus berührte. Wenn Thomas seine Hand in die Wundmale legte, dann ist in diesem Augenblick das Kreuz des Karfreitags lebendige Wirklichkeit. Ohne die lebendige Erinnerung an Karfreitag ist der Auferstandene nicht erfahrbar. Aller Schmerz, alles Leid bricht in dieser Berührung noch einmal auf! Für Thomas war es der Moment, in dem sein Glaube entstanden ist. Er beginnt zu verstehen und bekennt: „Mein Herr und mein Gott!“. In einer kleinen Berührung fanden Gott und Menschen zusammen. Sie zeigt wie tief Gott uns Menschen kennt und wie nahe er auf uns zukommt.

Die Tradition hat den „zweifelnden“ Thomas zum „ungläubigen“ Thomas gemacht. Dieser Thomas ist ein Mann, der seine eigenen Erfahrungen machen möchte und sich nicht auf das Zeugnis anderer verlassen will. Ich bin mir sicher, jeder von uns kann sein Verhalten gut nachvollziehen, weil es uns aus unserem Herzen spricht. Und so gelten die Worte des Auferstandenen nicht nur Thomas, sondern auch uns: „Streck deine Hand aus! Es ist die Einladung, Berührungspunkte mit dem Auferstandenen zu suchen.

Ostern erinnert uns daran, den Mut zu haben, diese Berührung zu wagen! Wenn wir unsere eigene Hand in die Wundmale legen, dann werden wir entdecken, dass ein Leben mit Gott nicht nur die heile Welt ist, sondern dass er mit uns durch Leid, Schmerz und Tod hindurchgeht.
Er führt uns durch die dunkelsten Nächte zur Auferstehung. Dafür steht Thomas als Glaubenszeuge. Durch eine kleine Berührung bekennt er sich zum Glauben an den Auferstandenen. Thomas hat den Glauben gefunden! Er hat gewagt zu suchen und zu berühren und dabei den Glauben geschenkt bekommen.

Liebe Kolpingfreunde in allen Kontinenten! Das Beispiel des heiligen Thomas erinnert uns ein weiteres Mal an unsere Berufung als Christen und Kolpingmitglieder. Wenn wir unsere Kolpingsfamilien als Orte verstehen, an denen unser Glaube gestärkt wird, dürfen wir uns den Apostel Thomas zum Vorbild nehmen. Seine Sehnsucht Gott zu berühren, um glauben zu können, bleibt nicht ohne Wirkung auf uns! Unsere Hände müssen ausgestreckt bleiben, die Wundmale der Welt zu berühren, die auch die Wundmale Jesu Christi sind. Armut, Not, Ausweglosigkeit und fehlende Hoffnung sind auch heute die Nägel, mit denen Christus ans Kreuz geschlagen wird. Legen wir unsere Hände in diese Wundmale und sorgen wir mit dafür, dass sich Leid vermindert und Hoffnung wächst! Wo dies geschieht, kann Glaube entstehen und wachsen.

Als Generalpräses darf ich Zeuge sein, auf welche Weise das Werk des Seligen Adolph Kolping seine Fortsetzung findet. In nunmehr 60 Ländern geben Kolpingmitglieder Zeugnis von Ihrem Glauben an den Auferstandenen und erkennen hierin ihre Kraftquelle, an der Gestaltung dieser Welt mitzuwirken. Im Bewusstsein ihrer kulturellen, wirtschaftlichen und spirituellen Unterschiede, eint unseren Verband der Anspruch, möglichst vielen Menschen den Zugang zu einem „Leben in Fülle“ zu ermöglichen. Der Glaube an den Auferstandenen lässt uns die Krisen des Lebens meistern! Hierdurch entsteht das Band der praktischen Solidarität, das alle Kolpingsfamilien miteinander verbindet! Die Kraft zu diesem Leben, das den Ansprüchen Jesu Christi genügt, finden wir immer dann, wenn wir unsere Hände zur Berührung mit dem Auferstanden ausstrecken. Ich habe keine Zweifel daran, dass er sich berühren lässt!

Im Namen von Generalsekretär Hubert Tintelott, Geschäftsführer Bernhard Burger und des gesamten Generalpräsidiums, sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KOLPING INTERNATIONAL wünsche ich Euch von Herzen ein gesegnetes Osterfest. Im Werk Adolph Kolpings ist sichtbar, dass Jesus Christus lebt!

Euer
Msgr. Axel Werner
Generalpräses

Nieuwjaarsgroet

Liebe Kolpingfreunde in aller Welt,

Von einem chinesischen Christen ist überliefert: Ich sagte zu dem Engel, der das alte Jahr mit dem neuen verband: „Gib mir ein Licht, damit ich festen Schrittes in die Ungewissheit des neuen Jahres schreiten kann.“ Aber der antwortete mir:“Geh hinein in die Ungewissheit und lege Deine Hand in Gottes Hand, das ist mehr wert als ein Licht und sicherer als den Weg zu wissen.“ Lasst uns so, liebe Kolpingfreunde, das neue Jahr 2009 beginnen: Unser Leben liegt in Gottes guter Hand und der Selige Adolph Kolping ist unser Fürsprecher!
Im Namen von Hubert Tintelott, Bernhard Burger und des gesamten Generalpräsidiums grüsse ich Euch aus dem Generalsekretariat von KOLPING INTERNATIONAL

Euer
Msgr. Axel Werner
Generalpräses

Bildung für alle – Akademie im Volkston

Adolph Kolping - unser Mann

In seiner programmatischen Schrift „Der Gesellenverein“ (1848) spricht Adolph Kolping von einer „Volksakademie im Volkston“. So umschreibt er seine Vision vom Wesen und Auftrag des Gesellenvereins. „Noch mehr, noch vielmehr könnte durch einen solchen Verein eine wahre Volksakademie angeregt, gepflegt und gefördert werden, was gut, was löblich, was anständig wäre für das Menschen- und deshalb auch für das Volksleben...“

Adolph Kolping hat am eigenen Leibe erlebt, wie schmerzlich es ist, im Streben nach höherer Bildung behindert und benachteiligt zu sein. Die „krasse Unwissenheit und geistige Erbärmlichkeit“ vieler seiner ehemaligen Standesgenossen hat er nicht vergessen. Deshalb ist für ihn als Priester die Bildung der jungen Handwerksgesellen ein besonderes Herzensanliegen. Als Volksbildner und Volkserzieher macht er sich fortan einen Namen. Nicht von ungefähr arbeitet er als Präses zielstrebig daran, aus dem Katholischen Gesellenverein eine „Akademie im Volkston“ zu machen. Dabei vertraut er auf den Einsatz seiner Mitbrüder als „geborene Volkserzieher“.

Der Gesellenverein als Bildungseinrichtung soll aber nicht den Charakter einer Schule haben. Im Vordergrund steht vielmehr das Erleben einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten wie in einer Familie. Typische Merkmale sind Geselligkeit und Unterhaltung, Hilfe bei Krankheit und Arbeitsplatzsuche, kostengünstige Unterbringung und Verpflegung in Gesellenhäusern. In einer solch familienhaften Atmosphäre siedelt Adolph Kolping sein Verständnis von Bildung an. Als Ziel formuliert er: „Unser ausgesprochener Zweck geht dahin, aus den jungen Leuten nach unseren besten Kräften jetzt brave, wackere Gesellen, einst tüchtige Meister und achtbare Bürger des Staates zu bilden, fromme Christen und treue Söhne des Vaterlandes.“

„Tüchtigkeit“ ist für Adolph Kolping das erklärte Ziel von Bildung allgemein und im Besonderen. Deshalb soll Bildung möglichst lebensnah und praxisorientiert angelegt sein. Es geht nicht nur um Kopf-, sondern auch um Herzens- und Charakterbildung. Wie die Mitgliedschaft im Verein, so soll auch die Teilnahme am Unterricht freiwillig sein. „Kein Geselle darf zum Unterricht verpflichtet werden, so dass von der Versäumnis desselben der Ausschluss aus dem Vereine abhinge...

Den Verein zu einer strengen Schule machen zu wollen, wäre ganz den Prinzipien dieser Vereine entgegen.“ Adolph Kolping versteht den „Gesellenverein als ein geselliges und bildendes Kasino unter der Leitung eines geistlichen Präses....“ In einem Klima von Freiwilligkeit und Erleben von Gemeinschaft soll Lernen Spaß machen. „Dazu ist die gesellige Form des Vereins unerlässlich. In diesem Vereine soll der Geselle sich immer in seinen freien Stunden einfinden können, dort soll er, der doch in der Regel am Ort keinen heimatlichen Fleck hat, sich daheim finden, dort Nahrung erhalten für sein besseres Streben.“

Bildung im Gesellenverein als Hilfe zur Selbsthilfe, als Form gemeinsamen und sozialen Lernens, als ein den ganzen Menschen umfassender lebenslanger Prozess – eine grandiose Vorlage für die Bildungsarbeit heute, zumal in jeder Kolpingsfamilie! Wen wundert´s, dass die Gesellen gerne von den angebotenen Lernveranstaltungen Gebrauch machen. Für das Jahr 1858 werden von den 650 eingeschriebenen Vereinsmitgliedern in Köln 400 (also gut 60 Prozent) registriert, die freiwillig am Unterricht oder an besonderen Bildungsabenden teilnehmen. Offensichtlich entspricht das Bildungsangebot Adolph Kolpings dem Bildungsbedürfnis der Gesellen!

Es wird praxis- und lebensnah unterrichtet. Von den Lehrern wird erwartet, dass sie „weder Professor auf dem Katheder noch Prediger auf der Kanzel“ sind. Auf dem Unterrichtsplan stehen Themen und Inhalte, die den Gesellen Nutzen bringen. Deshalb geht es vornehmlich um Unterrichtsfächer, die Elementar- und berufsbezogene Kenntnisse vermitteln: Lesen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Gesang, Religion, Haus, Werkstatt, Familie, Erziehung, Geschichte, Geographie, praktische Lebensfragen.

Der Gesellenverein – eine Akademie im Volkston! Wahrlich, eine Mustervorlage für jede Kolpingsfamilie heute! Das sollte den vor Ort Verantwortlichen Mut machen, die Kolpingsfamilie als eine Lern- und Bildungsgemeinschaft zu sehen und zu gestalten! Sich gegenseitig befähigen zur Tüchtigkeit in Familie und Beruf, in Kirche und Gesellschaft! Bildung als persönlichen Gewinn und Mehrwert erleben und wertschätzen! Eine Chance, die wir nutzen sollten!

Msgr. Alois Schröder
Europapräses

 

Verleihung des Gregorius-Ordens an Generalsekretär Hubert Tintelott

Bundessekretär Bernhard Hennecke erhält posthum den Silvesterorden

Weihbischof Manfred Melzer lobt das große Engagement in Kirche und Gesellschaft

Gleich zwei päpstliche Orden hatte Weihbischof Manfred Melzer im Gepäck, als er gestern Abend ins Kolpinghaus International in Köln kam: Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes erhielt den Gregoriusorden, den höchsten päpstliche Verdienstorden für Laien. Bernhard Hennecke, Bundessekretär des Deutschen Kolpingwerkes, erhielt posthum den Silvesterorden. Stellvertretend für ihn, der im April nach schwerer Krankheit verstorben war, nahm seine Witwe Brigitte die Ernennungsurkunde entgegen. Mit diesen Orden werde das langjährige besondere Engagement dieser beiden Männer in Kirche, Politik und Gesellschaft gewürdigt, so Weihbischof Melzer in seiner Laudatio.

Hubert Tintelott habe er als vielseitig interessierten Menschen kennen gelernt, stets guter Dinge und voller Energie, so Melzer. Vor allem aber sei er ein tief gläubiger Mensch, dessen Engagement in Kirche und Gesellschaft aus dem Glauben heraus komme. Seit 1973 ist Hubert Tintelott Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes, seit über 25 Jahren stellvertretender Vorsitzender des Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes, wo er sich für die materielle Absicherung der Verbandsarbeit in mehr als 60 Ländern einsetzt, hob Weihbischof Melzer hervor. Seine Mitgliedschaft im Hauptausschuss des Zentralkomitees Deutscher Katholiken“ (ZdK) seit 1973 sei Zeugnis dafür, dass Hubert Tintelott als katholischer Laie aktiv an der Erneuerung von Kirche und Gesellschaft mitarbeite. Als Mitglied in der deutschen Kommission für „Justitia et Pax“ (seit 1983) beschäftige Hubert Tintelott sich intensiv mit Themen der Arbeitswelt, so der Weihbischof. Weitere Ehrenämter: Seit 1994 ist Hubert Tintelott Mitglied im Aktionsausschuss von Renovabis, seit 1995 Berater der bischöflichen Aktion Adveniat und seit 1997 Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe (AGEH e. V.)" in Köln

Wie bei Hubert Tintelott zeichne sich auch das Leben und Arbeiten von Bernhard Hennecke durch tiefe Gläubigkeit und große Treue aus, so Melzer. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit für den deutschen Verband war Bernhard Hennecke von 1996 bis 2007 auch ehrenamtlicher Geschäftsführer des Internationalen Kolpingwerkes. „Er war weit über die Grenzen des Verbandes hinaus als engagierter Christ in verschiedenen Einrichtungen der Katholischen Kirche tätig,“ betonte Weihbischof Melzer. So als Mitglied des "Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK)" sowie der "Katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für berufliche Bildung". Besonders engagiert war Bernhard Hennecke im Bereich der Arbeitswelt. Beeindruckt habe ihn, dass er als ehrenamtlicher Richter nicht nur beim Arbeitsgericht Köln tätig war, sondern sogar an den Bundesgerichtshof in Erfurt berufen wurde, so Melzer.

Lebensläufe der Geehrten sowie Fotos können auf den Homepages www.kolping.net und www.kolping.de
abgerufen werden.

Berichten van "Msgr. Axel Werner" (Generalpräses) / Msgr. Alois Schröder (Europapräses)

Schrijven 17 juni 2008

Adolph Kolping als soziales Gewissen.

 „Hier wird es also darauf ankommen, das Christentum dem Geiste und der Praxis nach ins wirkliche gesellschaftliche Leben hineinzutragen. Denn das ist gewiss, heutzutage ist es mehr wie je wahrlich nicht genug, dass man auf der Kanzel das Christentum theoretisch predigt, die Kinder im Katechismus unterrichtet usw., sondern es tut in unserem vielfach entchristlichten praktischen Leben not, dieses praktische Leben selbst wieder mit christlichen Augen anschauen zu lehren, not tut es, dass die Lehrer der göttlichen Wahrheit auch wieder mitten unter das Volk, ich sage sogar in sein geselliges Leben treten....“ 

Wahrlich, eine eindeutige Zeitansage im Jahre 1855, als Adolph Kolping sie schrieb. In gleicher Weise aktuell für uns heute! Adolph Kolping hält den Christen und den Kirchen seiner Zeit den Spiegel vor. Er nennt das mangelnde soziale Engagement der Priester und Kirchenvertreter beim Namen. Für ihn steht die Glaubwürdigkeit der Kirche auf dem Spiel, weil sie angesichts der großen Not der Arbeiter und Arbeiterfamilien weitgehend untätig bleibt. Er brandmarkt die Trennung von religiösem und irdisch-sozialem Leben, von Himmel und Erde, von sakral und profan als die „große allgemeine Versündigung an der Gesellschaft“. Und diese Versündigung habe uns das große und soziale Elend bereitet. 

Adolph Kolping sieht die Gefahr, dass sich die Kirche seiner Zeit auf den rein binnenkirchlichen Bereich zurückzieht und in ein Gettodenken verfällt und dabei ihre missionarische Sendung und ihren diakonischen Auftrag verfehlt. Der Vorwurf von Karl Marx, Religion sei Opium des Volkes, hat in der eklatanten Apathie und Untätigkeit der Kirchen und der Christen gegenüber der physischen und wirtschaftlichen Not der Arbeiterschaft ihren Grund. Für Adolph Kolping ist klar: „Der unchristliche Kommunismus wäre gar nicht auf die Welt gekommen, wenn der christliche in rechter Weise wäre überall ausgeübt worden.“ 

Das Versagen seiner Mitchristen klagt Adolph Kolping unmissverständlich an: „Glaubt nicht, meine Lieben, dass wir solche Menschen wollen, die sich hinsetzen und Rosenkränze beten und dann mit ihrer Pflicht versöhnt sind. Von einer solchen Frömmigkeit wollen wir nichts wissen, d. h. beten wie Christen wollen wir, aber auch arbeiten, denn dafür hat unser Herrgott die Kräfte gegeben.“ Und: „...Mit der protestantischen Bildung im Volk ist es doch die erbärmlichste, elendste Prahlerei, die es nur geben kann. Wir sitzen doch in dem erleuchteten Wuppertal und dürften ein Wörtchen davon reden. Und die Herren Prediger, die auf der Kanzel so wichtig tun, was sie leisten im Volke? Nichts, gar nichts, und ihre Seelsorge ist keinen Pfifferling wert...“

Adolph Kolping geht einen neuen Weg der Seelsorge. Auch gegen den Widerstand und das Unverständnis seiner Mitbrüder engagiert er sich als Priester für die jungen Handwerksgesellen. Sein Dienst am und im Gesellenverein macht er zu seiner Lebensaufgabe. Die Verkündigung des Wortes Gottes und die Feier der Liturgie verknüpft er mit der Diakonie, um die soziale und religiöse, geistige und materielle Not der jungen Leute zu lindern und zu überwinden. Er betreibt mit Leidenschaft die Ausbreitung des Katholischen Gesellenvereins und den Bau von Gesellenhäusern. Als Hilfe zur Selbsthilfe initiiert er vereinsinterne Einrichtungen wie Krankenkasse, Sparkasse, Arbeitsvermittlung und Hilfskasse. Adolph Kolping wird zum Pionier des sozialen Katholizismus und zu einem der Vorbereiter der ersten Sozialenzyklika „Rerum novarum“ von Papst Leo XIII. (1891). Ja, Adolph Kolping ist der erste deutsche katholische Priester, der hauptamtlich im sozialen Bereich gewirkt hat (Kardinal Joseph Höffner).

Adolph Kolping ist auch für uns das soziale Gewissen. Durch Wort und konkretes Tun erinnert er uns an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (Lk 10, 25-37). Frömmigkeit und Kult allein reichen nicht aus, um Gott zu gefallen und dem Auftrag Jesu gerecht zu werden. Er will uns in denen begegnen, die auch heute unter die Räder geraten und unter die Räuber gefallen sind! Soziales Engagement und tätige Liebe sind unverzichtbar für die Glaubwürdigkeit der Kirche. Unser Glaube muss in praktischer Liebe und Solidarität aufleuchten, damit er den Menschen unserer Zeit einleuchten kann!

Msgr. Alois Schröder
Europapräses

Schrijven 21 februari 2008

Liebe Kolpingfreunde in aller Welt!

Gerne informiere ich Euch darüber, dass am Samstag, 9. Februar 2008, in Lomé der Nationalverband des Kolpingwerkes in Togo offiziell von mir gegründet wurde. Seit Jahren bemühen sich unsere Freunde darum, im Geiste Adolph Kolpings in Kirche und Gesellschaft mit zu arbeiten. Dies geschieht in Togo unter schwierigsten politischen und ökonomischen Umständen. In den vergangenen Jahren ist es gelungen, 41 Kolpingsfamilien zu gründen, die insgesamt über ca. 700 Mitglieder verfügen. Aus Köln habe ich unseren Freunden gratuliert und ihnen Gottes Segen für die bevor stehende Arbeit gewünscht. Herzlich möchte ich Euch bitten, unter der folgenden E-Mail-Adresse bzw. Postadresse Eure Glückwünsche an unsere Freunde in Westafrika zu richten:

 E-Mail: tayakoku(at)yahoo.fr

Tay Koku Amédomé
Œuvre Kolping du Togo
01 BP 1232 Lomé
TOGO

 Mit einem herzlichen TREU KOLPING aus Köln grüße ich Euch alle

 Euer

Msgr. Axel Werner Generalpräses
KOLPING INTERNATIONAL

 

Schrijven 20 november 2007

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in aller Welt!

In kurzer Zeit werden wir unsere Arbeit für das Jahr 2007 beenden und das Geburtsfest Christi miteinander feiern.

Ein Jahr mit großen Herausforderungen liegt wieder hinter uns. Die Generalversammlung in Ungarn war sicher die wichtigste Veranstaltung dieses Jahres. 

Herzlich bedanke ich mich für Ihre Einsatzbereitschaft und Ihre Leistung, nicht nur in diesen außergewöhnlichen Zeiten, sondern auch in der „normalen dienstlichen Beanspruchung. Ich wünsche uns nun die Zeit die Freuden der Weihnacht mit ganzem Herzen feiern zu können. 

Gottes Segen für Sie und Ihre Familien. 

Herzliche Grüße! 

Ihr  

Generalpräses Msgr. Axel Werner

Schrijven 30 november 2007

Liebe Kolpingfreunde in aller Welt!

Das Jahr 2007 neigt sich seinem Ende entgegen und bald wird überall wieder Bilanz gezogen, in den Betrieben und Unternehmen,bei den Staaten, aber auch im ganz privaten Umfeld. Was hat das Jahr 2007 gebracht? Welche Erwartungen haben sich erfüllt?
Welche Aufgaben und Herausforderungen blieben unerledigt und müssen im neuen Jahr in Angriff genommen werden?
Auch für Kolping International ist das bevorstehende Jahresende ein Anlass, um Bilanz zu ziehen und zurückzuschauen auf die vielfältigen Ereignisse in 2007. Höhepunkt für Kolping International war ohne Zweifel die XXXI. Generalversammlung des Internationalen Kolpingwerkes in Alsópáhok, Ungarn. Das Motto dieser Generalversammlung beinhaltet zugleich eine Aufgabe für die Zukunft: „Im Geiste Kolpings – Samenkörner der Hoffnung säen“. Auf der Generalversammlung wurde in den vielen Berichten und Wortbeiträgen immer wieder bestätigt, wie sehr Menschen durch die Arbeit des Kolpingwerkes neue Hoffnung geschöpft haben und wie sehr sich ihr Leben verändert hat. Das Kolpingwerk steht daher mit seiner Arbeit ganz in der Tradition seines Verbandsgründers Adolph Kolping.
Er ließ sich bewegen vom Leid und von der Not so vieler Handwerksgesellen seiner Zeit. Er sah ihre Perspektivlosigkeit und wollte sich mit dieser Situation nicht abfinden und suchte nach neuen Wegen und Möglichkeiten, um den Menschen neue Hoffnung und die Aussicht auf eine bessere Zukunft zu schenken. Durch sein Wirken und durch die Arbeit des von ihm gegründeten Verbandes sind nicht nur viele Samenkörner der Hoffnung gesät worden, sondern der Same ist auch vielfach aufgegangen und hat reiche Frucht getragen.
Doch auch heute leben viele Menschen in Armut und Not und suchen solche Zeichen der Hoffnung. Als Christen sind wir gefordert, diese Zeichen der Hoffnung zu setzen. Gerade jetzt zu Weihnachten erinnern wir uns daran, wie Gott aus Liebe zu uns Menschen selbst Mensch geworden ist, wie er Freude und Leid mit den Menschen geteilt hat, um uns zu erlösen. Aus der Kraft dieses uns liebenden Gottes sind wir gefordert, seine Liebe weiter zu schenken und wie Adolph Kolping die Liebe Gottes unter den Menschen sichtbar zu machen.
Wir wünschen allen Mitgliedern von Kolping International, dass für sie an Weihnachten die Zuwendung Gottes zu uns Menschen erfahrbar wird und sie aus dieser Erfahrung heraus auch im Jahr 2008 Samen der Hoffnung säen können.

Schrijven 16 november 2007

Grußwort zum Weihnachtsfest 2007

„Adolph Kolping – Zeichen der Liebe Gottes für die Menschen“

Liebe Kolpingfreunde in aller Welt!

An kein Fest knüpfen sich so hohe Erwartungen, wie an Weihnachten. Es ist das Fest des Friedens, der Liebe und der Familie. An Weihnachten werden uralte Menschheitsträume wach: Die Sehnsucht nach Einheit und Frieden, nach Recht und Gerechtigkeit, nach Geborgenheit und Heimat. An Weihnachten zeigt sich, wo ich hingehöre und ob ich irgendwo hingehöre.

An Weihnachten schweigen hoffentlich die Waffen! An den Festtagen wollen wir nichts hören von Umweltkatastrophen und Machtkämpfen, von unserer Arbeit und ihren Problemen. Wenigstens ein paar Tage im Jahr soll das Dunkle im Leben keine Rolle spielen.

Aber ich frage mich: Können wir die Welt einfach draußen lassen? Gehört diese unsere Welt mit ihren Scherben und Wunden, ihrer Hoffnungslosigkeit, Ihrer Sündhaftigkeit und ihren Ängsten nicht gerade als Grundbedingung zu Weihnachten? Weshalb warten wir denn auf einen Retter? Weshalb ist Gott Mensch geworden? Um hineinzusteigen in unser verlorenes Leben, in unsere Angst und unsere Hoffnungslosigkeit. Gottes Liebe zu uns Menschen hat ihn veranlasst selbst Mensch zu werden. Er hatte Mitleid und ist deshalb zum Mitleidenden geworden.

Wir glauben an einen Gott, der nicht selbstherrlich im Himmel thront und auf seine Welt hinabschaut und sich voll Ekel abwendet. Wir vertrauen auf einen Gott, der seine Liebe zu dieser Welt und diesen Menschen auf unüberbietbare Weise sichtbar gemacht hat: Er ist einer von uns geworden. Er ist ein Gott, der sich uns zuwendet. An diesen Tagen feiern wir, dass er sich uns Menschen als kleines Kind geschenkt hat.

In den Tagen des Advents stellt uns die Heilige Schrift vermehrt Worte des Propheten Jesaja vor. Die Worte des Alten Testamentes münden ein in die Botschaft der Heiligen Nacht: Der Retter ist uns geboren. Wir brauchen uns vor ihm nicht zu fürchten oder zu verstecken. Wir müssen mit unserer Schuld auch nicht das Weite suchen, wir brauchen nicht stark sein vor ihm. Wir dürfen mit all unserer Hoffnungslosigkeit und unserer Hilflosigkeit zu dem Mensch gewordenen Sohne Gottes kommen, der als Kind in der Krippe gelegen hat. In diesem Kind, in der gesamten Person Jesu Christi, begegnet uns Gott auf unserer Augenhöhe. In Jesus von Nazareth steht Gott selbst mit beiden Füßen in der Wirklichkeit der Welt. Mitten im Leben, bis mitten hinein in den Tod. An Karfreitag wird deutlich werden: Gott ist Mensch an der Seite der Menschen. Er hilft uns, zu wahren Menschen zu werden.

Was wird nun aus unseren Erwartungen und Weihnachtsträumen? Sicherlich werden sie sich nicht an zwei oder drei Tagen erfüllen. Die Menschwerdung Jesu Christi geschah auch nicht von heute auf morgen. Sie dauerte ein Leben lang! Aber Gott ist ein Wagnis eingegangen aus Liebe zu uns, er ist Mensch geworden mit allen Höhen und Tiefen! Er ist Mensch geworden, damit auch wir an seiner Seite immer mehr Mensch werden können.

All dies muss, liebe Schwestern und Brüder, konkrete Folgen haben. Vor mehr als 150 Jahren war Adolph Kolping für Hunderte und Tausende junger Gesellen ein Zeichen der Liebe Gottes. Durch Wort und Werk des Seligen Gesellenvaters fanden viele Perspektive und Hoffnung.

Das Leben im Gesellenverein brachte ihnen das Fundament für ein christliches Leben. Als Handwerker, Arbeiter und Familienväter konnten sie das Geschenkte und Erlernte weitergeben. Adolph Kolping ist damit genau einer jener „Propheten“, die die Liebe Gottes zu uns Menschen sichtbar gemacht haben. Adolph Kolping in das Geheimnis der Weihnacht hineinzustellen, bedeutet, ihn als Teil des großen Lichtes in der Dunkelheit zu bezeichnen. Sein Werk und seine Botschaft helfen auch heute, Menschen aus 60 Ländern den Weg zu einem Leben mit mehr Licht zu weisen. Das sollten wir bei all unseren Problemen, Diskussionen und Streitigkeiten nicht vergessen.

An diesem Weihnachtsfest wünsche ich uns allen, dass wir etwas von dieser Zuwendung Gottes zu uns Menschen erfahren. Das schönste Weihnachtsgeschenk wäre: Machen wir diese Liebe auch für andere erfahrbar.

Dies wünscht sich Ihr

Msgr. Axel Werner (Generalpräses)

 

Schrijven 28 augustus 2007

 

TREU KOLPING" - was denn sonst?

Es war auf der 29. Generalversammlung der Katholischen Gesellenvereine vom 17. bis 19.07.1930 in Köln. Einer der Anträge hatte folgenden Wortlaut: „Neben dem alt ehrwürdigen Gruß 'Gott segne das ehrbare Handwerk - Gott segne es!' wird als kurzer präziser Gruß für den Straßengebrauch der Gruß Treu Kolping! - Kolping Treu!' eingeführt. Die Stellung des alten Grußes in den Versammlungen bleibt unangetastet." Nach intensiver Diskussion wurde dieser Antrag mit großer Mehrheit angenommen.

Längst hat sich dieser Gruß unter den Kolping-Mitgliedern fest eingebürgert. Zunächst als „kurzer präziser Straßengruß" lediglich im Vorübergehen gedacht, gehört er heute fast unverzichtbar zum Kolping-Ritual bei Veranstaltungen und Versammlungen. Er steht auch oft am Schluss einer Rede oder eines Briefes. Mit Bedacht sollte dieser Gruß verwendet werden, damit er nicht zu einer formelhaften Floskel verkommt. Deshalb wollen folgende Anmerkungen das „Treu Kolping" positiv hinterfragen.

1. Wir stehen zu Adolph Kolpinq

Wer „Treu Kolping" sagt, bekennt sich zu Adolph Kolping. Er ist für uns jene große Lichtgestalt des 19. Jahrhunderts, die uns durch die Seligsprechung am 27.10.1991 nicht entrückt, sondern nähergebracht werden sollte. Wir verehren Adolph Kolping als Vorbild und Fürsprecher. Aber wie schon bei der Tagung der Vereinsvorstände 1858 in Freiburg, so würde er sich auch heute gegen bloße „Hoch Kolping"-Rufe und „Standing Ovations" auf seine Person verwahren. Nicht anhimmeln sollen wir ihn, sondern nachahmen und sein Erbe gut verwalten.

„Treu Kolping" meint: Zu Adolph Kolping stehen. Das heißt auch: Rede und Antwort stehen, wenn wir nach Adolph Kolping gefragt werden. Kennen wir ihn? Wissen wir um seine Ideen und Ideale, um die Beweggründe und Ziele seines Handelns? Müssten wir nicht viel intensiver bei Adolph Kolping wie in einer Schule ein- und ausgehen, um immer wieder neu von ihm zu lernen und uns von seinem Charisma anstecken zu lassen? Seine geistig-geistliche Ausstrahlung ist unverzichtbar für jedes und alles, was heute den Namen „Kolping" trägt.

Wer „Treu Kolping" sagt, muss auch wollen, dass jedes Kolping-Engagement vom Geist Adolph Kolpings durchdrungen ist, d.h. von Gottvertrauen und Liebe zu Christus und seiner Kirche, von einem weltoffenen Christsein und leidenschaftlichen Einsatz für Menschen im sozialen und gesellschaftlichen Abseits. „Treu Kolping" will und muss durch tätige Liebe eingelöst werden. Wie zur Zeit Adolph Kolpings warten auch heute Menschen darauf, dass ihnen Gemeinschaft und Orientierung, Lebenshilfe und nicht zuletzt die Fähigkeit vermittelt wird, sich für andere und für eine bessere Welt zu engagieren.

2. Wir stehen zum Kolpingwerk heute

Wer „Treu Kolping" sagt, sagt ja nicht nur zu Adolph Kolping, sondern auch zum Kolpingwerk heute. Er sieht in der mehr als 150-jährigen Geschichte unseres Verbandes eine bunte Palette zeittypischer und zeitgemäßer Interpretation und Aktualisierung dessen, was uns Adolph Kolping wie in einem Testament hinterlassen und aufgetragen hat. Orientiert an der Person und Botschaft Jesu Christi ging und geht es immer wieder darum, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sich den jeweiligen Fragen und Herausforderungen zu stellen. Die Handlungsmaxime Adolph Kolpings war und ist dabei Norm und Richtschnur: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist." Worin das je Not-wendige besteht und wie es am besten zu verwirklichen ist, darüber darf, wenn es die Sache erfordert, heftig, aber immer fair gestritten werden. Niemand sollte für sich und seine Meinung einen Absolutheitsanspruch erheben.

Wer „Treu Kolping" sagt, sagt grundsätzlich ja zu diesem geschichtlich sich so entwickelten und weiterhin im Wandel befindlichen Kolpingwerk. Er stimmt, wenn da und dort auch mit „Bauchschmerzen", den offiziellen verbandlichen Aussagen und Beschlüssen zu kirchlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen zu, auch wenn diese durch kein „unfehlbares Lehramt" sanktioniert wurden. Er unterstellt denen „da oben" nicht Lust am Modischen oder Verliebtheit in den Zeitgeist, sondern sachlich begründetes und verantwortliches Ringen um den jeweils richtigen und notwendigen Weg, um das Gedankengut Adolph Kolpings durch Wort und Tat zeitgemäß umzusetzen. Das Ergebnis wird in einem pluralen Verband wie dem Kolpingwerk nicht immer den Beifall aller finden. Wer eine andere Position vertritt, sollte allerdings nicht das Kolpingwerk und Adolph Kolping gegeneinander ausspielen oder gar von Verrat an der Sache unseres Verbandsgründers reden.

Wer „Treu Kolping" sagt, wird sich zu einem Kolpingwerk bekennen, dessen Geschichte und Gegenwart durch die Spannung von Kontinuität und Wandel geprägt sind. Wer sich notwendigen Veränderungen verschließt, schaufelt am Grab des Kolpingwerkes. Wer „Tradition" nicht als „Bewahren der Asche" versteht, sondern vielmehr als das „Weitertragen der Glut", die uns von Adolph Kolping überkommt, der arbeitet mit an einer verheißungsvollen Zukunft des Kolpingwerkes. Sein „Treu Kolping" ist Ausdruck seiner christlichen Hoffnung.

3. Wir stehen zueinander

Wer „Treu Kolping" sagt, weiß sich einer Gemeinschaft zugehörig, die mehr sein will als ein x-beliebiger Verein. Nicht von ungefähr reden wir vom Kolpingwerk als einem Verband, dessen Markenzeichen der familienhafte Charakter ist. Die Mitglieder lassen sich gern Kolpingschwestern und Kolpingbrüder nennen. Ihr Auftrag und ihr Bemühen ist es, wie Geschwister zueinander zu stehen und füreinander einzutreten. Sie zeichnen sich aus durch menschliche Nähe und Vertrautheit, durch Interesse und Teilnahme am Wohl und Wehe der anderen, durch Sorge und Solidarität füreinander. Und doch wollen Sie keine Clique oder geschlossene Gesellschaft sein.

„Treu Kolping" heißt: Wir stehen zueinander. Dafür ist die Kolpingsfamilie vor Ort der sichtbare Beleg. Hier spielt sich „Kolping" konkret ab. Mitgliedschaft zeigt und bewährt sich im persönlichen Dabeisein und Mitmachen, und das in guten und in schlechten Zeiten. Da wird Treue noch großgeschrieben. Da gilt mit Fug und Recht: „Kolpinger" - auf die ist Verlass! Ein dickeres Kompliment kann es kaum geben. Und dazu sage ich gerne mein „Kolping Treu"!

Msgr. Alois Schröder
Bundesp

Schrijven 18 december 2006

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,
liebe Freundinnen und Freunde im Kolpingwerk Europa,

kurz vor Ende dieses Jahres 2006 sende ich Euch den letzten Beitrag zu „Adolph Kolping" zu. Er steht unter dem besonderen Aspekt: „Adolph Kolping - der Selige" (Vorbild und Fürsprecher).

Ihr werdet sicherlich einen Weg finden, diesen Beitrag sinnvoll in der Arbeit Eures National verbandes zu verwenden und entsprechend zu verbreiten. Die Frage nach Adolph Kolping, seiner Spiritualität und Persönlichkeit, seines Glaubens - und Lebensbeispiels ist für die Identität und das Selbstverständnis auf nationaler und internationaler Ebene unseres Kolpingwerkes unverzichtbar, wenn nicht gar von existentielier Bedeutung!

Ich möchte Euch für Euer persönliches Engagement für die Sache Adolph Kolpings im nun zu Ende gehenden Jahr ganz herzlich danken. Auch danke ich Euch für so manch bereichendes Gespräch und freundliche Begegnung, sei es bei der Kontinentalversammlung in Brasov oder zu anderen Anlässen.

Zugleich wünsche ich Euch ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest, weiterhin viel Freude und Erfolg bei Eurer Arbeit im Kolpingwerk, Gottes Segen und Geleit im Neuen Jahr!

Mit freundlichen Grüßen und „Treu Kolping"                   

Msgr. Alois Schröder Europaprases



Adolph Kolping - der Selige

-   Vorbild und Fürsprecher -


Was hätte Adolph Kolping wohl dazu gesagt, als er am 27. Oktober 1991 von Papst Johannes Paul II. in Rom selig gesprochen und damit „zur Ehre der Altäre erhoben" wurde? War es vielleicht sogar sein erklärtes Ziel, einmal ein Seliger oder Heiliger zu werden? Ein Streber im positiven Sinne war er ohne Zweifel ein Leben lang. Er wollte aus sich das machen, was Gott mit ihm vorhatte. Zeitlebens strebte er nach dem je Besseren, letztlich nach Vollkommenheit. Sich stets selbst überschreitend, wurde er ein leidenschaftlicher Grenzganger in seinem Denken und Handeln.

Die Anfangsworte seines Tagebuchs, das er mit fast 24 Jahren begann, erlauben einen Einblick in die Absicht seines Strebens: „Erst will ich mich bestreben, Mensch zu sein, die hohe Bestimmung desselben begreifen lernen, zu dem er geboren ward, ....dann, nachdem ich erkannt habe die Wege, die zur Vollendung führen, dann will ich mit festem Fuße sie betreten...der Wahrheit ein Zeuge, dem Mitmenschen ein Bruder sein..." (KS l, S. 13). Den Weg zur Vollendung, zur Vollkommenheit, zur Heiligkeit gehen durch echtes und konsequentes Menschsein, Christsein und Mitmenschsein, das war die Devise Adolph Kolpings. Diese lässt sich wie ein roter Faden in seinem vom Zick-Zack-Kurs geprägten Leben erkennen. Immer vertraute er dabei auf die Hilfe und Vorsehung Gottes. So schrieb er als Theologiestudent in München in sein Tagebuch: „Ich will mit der Gnade Gottes zur Vollkommenheit streben, denn auch mir hat der Erlöser gesagt: Tu sequere me! (Du folge mir nach!)" (KS l, S. 238). Diese Worte, mit denen Jesus den Matthäus in seine Nachfolge gerufen hat (Mt 9,9), nahm sich Adolph Kolping zu Herzen und machte sie zum Thema seiner Primizpredigt. Tu sequere me! - diese Worte sind an seinem jSarkophag in der Minoritenkirche zu Köln eingraviert.

Als Jünger Jesu ging Adolph Kolping seinen Weg, einen durchaus besonderen Weg, erfüllt von einem tiefen Gottvertrauen und einer leidenschaftlichen Menschenliebe. Er war sich seiner Stärken, aber auch seiner Grenzen und Schwächen bewusst. Beispiele seiner realistischen Selbsteinschätzung und ehrlichen Bescheidenheit dokumentieren besonders seine Briefe. So heißt es in einem Brief, den er anlässlich seines 40. Geburtstages an Frau Antonia Mittweg („Meine sehr werte Freundin") am 08.12.1853 geschrieben hat - niemand hatte ihm gratuliert: „...Aber das weiß ich, dass ich nie ein großer Held war...Unser Herrgott hat mich nie nötig gehabt, das ist ganz gewiss, und zum Gesellenpater hätte er jeden anderen machen können, wenn er gewollt. Wer weiß ob sich die Gesellen nicht noch viel besser gestanden! ...Ich habe zwar heute schon einige gute Vorsätze gemacht, aber: Alter schützt vor Torheit nicht! Und wenn gute Vorsätze genügten, wäre ich schon längst ein exemplarischer Heiliger. Oder meinen Sie nicht?" (KS 2, S. 187).

Adolph Kolping eignet sich nicht für einen hohen Sockel, sodass man nur zu ihm aufschauen müsste, und das voller Bewunderung. Auch als Seliger möchte er mit uns auf Augenhöhe bleiben. So sollte die Seligsprechung ihn auch nicht von uns entfernen, in eine ganz andere Welt entrücken, sondern uns vielmehr nahe bringen. Als Seliger der Kirche und des Kolpingwerkes will er nicht wie ein Schemwerfer blenden, sondern als Licht auf unserem Weg in der Nachfolge Jesu leuchten. Vorbild will und soll er uns im Glauben wie im Leben sein. Nachahmen sollen wir ihn, nicht lediglich bestaunen und anhimmeln. Und als Fürsprecher will er uns zu Hilfe kommen. All unsere Anliegen und Sorgen dürfen wir ihm als unserem „Gesellenvater" vortragen. In dem seligen Adolph Kolping steht uns ein Mensch vor Augen, der seiner Berufung und Bestimmung durch Gott konsequent gefolgt ist und als Priester, Sozialreformer, Pädagoge und Publizist in seinem Namen gewirkt hat. Darin und dadurch ist er den Weg zur Vollendung gegangen. Und so ist das Wort, das Papst Johannes Paul II. bei seinem ersten Deutschlandbesuch in der Minoritenkirche (15.11.1980) gesagt hat, eine Einladung an uns, ihn als den Seligen der Kirche zu verehren und uns mit ihm immer mehr vertraut zu machen: „Solche Leitbilder wie Adolph Kolping brauchen wir für die Kirche von heute!"

Msgr. Alois Schröder
Europapräses