HomepageAgendaErepenning in ZilverDe verenigingOnderafdelingenAlgemene informatieFotosite's Kolping DigitaalKolpingnieuwsVideoLid wordenInformatie over KolpingBericht General PresesInternationale Berichten
Salzburger Manifest
Berichten in de mediaArchiefZoeken

Internationale berichten - Nummer - 01 Januari-Marz 2018

Internationale Nachrichten

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder,
liebe Freunde von KOLPING INTERNATIONAL,

das erste Quartal dieses Jahres war gefüllt mit Besuchen des Generalpräses und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Generalsekretariat bei verschiedenen Verbänden auf allen Kontinenten. Gute Nachrichten haben sie mitgebracht, Mut machendes und Belege für den guten Kolping-Geist, der das Engagement so vieler Menschen immer wieder prägt.
In Zukunft sollen diese Nachrichten von KOLPING INTERNATIONAL bunter und zeitgemäßer erscheinen. Daher arbeiten wir gerade an einer neuen Erscheinungsform und einem neuen Erscheinungsrhythmus. Im Laufe dieses Jahres werden wir hoffentlich die Internationalen Nachrichten im „Neuen Gewand“ erleben können. Wer zwischendurch neugierig ist, kann jederzeit auf www.kolping.net, fb.com/Kolpinginternational oder auf Youtube.com/kolpinginternational der weltweiten Kolpingarbeit folgen. Frohe, noch immer österliche Tage wünscht Ihnen und Euch aus Köln

Dr. Markus Demele
Generalsekretär


International
Festakademie für Hubert Tintelott: „Zivilgesellschaft weltweit stärken!“
Er war 39 Jahre Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes. Anlässlich seines 70. Geburtstages hat KOLPING INTERNATIONAL ihn mit einer Festakademie geehrt. Was ihn denn in seiner Zeit als Generalsekretär am meisten beeindruckt habe, fragte Moderatorin Karin Kortmann, die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Da muss der Ehrengast nicht lange nachdenken: „Es gibt an vielen Orten große Armut. Sie ist mir bei meinen Reisen häufig begegnet. Wenn ich dann nach einiger Zeit in eine Kolpingsfamilie zurückgekehrt bin und erlebt habe, dass es dort vielen Menschen wesentlich besser ging, dann war das für mich das Wichtigste.“
Als Hubert Tintelott im Jahr 1973 zum Generalsekretär gewählt wurde, da war er 26 Jahre alt und das Kolpingwerk hatte gerade angefangen, sich neu auszubreiten. Es gab den Verband in 14 Ländern. Als er vor fünf Jahren in den Ruhestand ging, waren es 61 Länder. Daran erinnerte Generalpräses Ottmar Dillenburg in seiner Laudatio. Treffend charakterisierte er: „Hubert kann Menschen ansprechen und gewinnen!“ Und der Generalpräses brachte ihn in Verbindung mit dem Verbandsgründer Adolph Kolping, der betont hatte: „Wer Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfande einsetzen.“
Hubert Tintelott habe nicht nur das inhaltliche und strukturelle Fundament gelegt, sondern sich auch an der mitunter mühevollen Weiterentwicklung des internationalen Werkes „oft federführend“ beteiligt.

An der Festakademie nahmen zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland teil, darunter Generalpräses iR Heinrich Festing. Zu den Rednern der Festakademie gehörten Dr. Ludwig Schick, Erzbischof der Diözese Bamberg und Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz sowie Prof. Dr. Gerhard Kruip vom Lehrstuhl für Christliche Anthropologie und Sozialethik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Als weltweit tätige Akteure der Zivilgesellschaft berichteten Fr. Antony Raj (Indien), Dancille Mujawamariya (Ruanda) und Vasyl Savka (Ukraine) über ihre Erfahrungen als Leitungskräfte im Kolpingwerk.

International
Neue Namen der Vereine von KOLPING INTERNATIONAL
Die Generalversammlung in Lima im September 2017 hatte bereits eine Neufassung des Generalstatuts beschlossen. Damit wurde den Kolpingsfamilien in aller Welt die Möglichkeit gegeben, ihre Leitungsstrukturen frei zu wählen und die Art und Weise zu bedenken, wie sie der Tradition Adolph Kolpings folgen wollen. Damit verbunden ist aber auch eine Neuordnung der Gremien und Organe von KOLPING INTERNATIONAL. Auch für die Rechtsträger nach deutschem Recht wurden Änderungen beschlossen. So heißt der Verein, der nach deutschem Recht den internationalen Kolpingverband und dessen Besitz vertritt, nicht mehr „Kolpingwerk e.V.“, sondern nunmehr KOLPING INTERNATIONAL Association e.V.. Die Fachorganisation von KOLPING INTERNATIONAL für die Koordinierung der Entwicklungszusammenarbeit heißt nicht mehr Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e.V., sondern KOLPING INTERNATIONAL Cooperation e.V.. Diese neue Vereinheitlichung soll zum Ausdruck bringen, dass der internationale Verband und seine Projektarbeit in aller Welt unter dem Namen KOLPING INTERNATIONAL bekannt sein sollen.

International
Erste Sitzungen Generalvorstand
Eine weitere Frucht der Beratungen der Generalversammlung ist, dass nunmehr neben dem Generalpräsidium, das aus dem Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg, dem Generalsekretär Dr. Markus Demele und der Geschäftsführerin Karin Wollgarten besteht, ein Generalvorstand alle Kontinente mit Kolpingsfamilien zu regelmäßigen Treffen im Generalsekretariat zusammenbringt. Dancille Mujawamariya aus Ruanda, Rufino Rodriguez aus Honduras, Paul Nguyen Huu Nghia aus Vietnam, Thomas Dörflinger aus Deutschland und Erich Reischmann aus der Schweiz trafen sich nun für die ersten Sitzungen in Köln. Neben dem Kennenlernen der verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihrer Aufgaben im Generalsekretariat wurden die langfristige Entwicklung des Verbandes und Wege der Begleitung der Nationalverbände diskutiert. Vor allem die Unterstützung der Verbände vor Ort bei der Gewinnung neuer Mitglieder will der Generalvorstand in den Fokus rücken. Die nachhaltigen entwicklungspolitischen Projekte sind dabei ein wichtiges Instrument, um Kolpingsfamilien zu gründen und sie als engagierte Gruppen von Ehrenamtlichen zum Einsatz in Kirche und Gesellschaft zu befähigen. Ein Vorstandsteam aus allen Kontinenten, das mit Tatendrang und Gestaltungswillen ans Werk gegangen ist.

Deutschland
Kolping Upgrade – Regionalforen finden statt
Die Bundesversammlung von Kolping Deutschland hat im Oktober 2016 den Startschuss für den Zukunftsprozess gegeben. Am Anfang stand der Befund: „Unsere Gesellschaft verändert sich rasch. Wir werden älter, weniger und bunter. Wie soll der Verband darauf reagieren? Welche Konsequenzen sollen daraus für das Kolpingwerk gezogen werden?“ Am Anfang stehen also viele Fragen. Alle Mitglieder, besonders die Mandatsträger und Engagierten im Verband sowie in den Einrichtungen und Unternehmen, sind aufgerufen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Bundesweit.
Die Ergebnisse sollen sich in einer Weiterentwicklung des im Jahre 2000 in Dresden beschlossenen Leitbildes „Kolping – verantwortlich leben, solidarisch handeln“ auswirken. Die Bundesversammlung soll im Jahr 2020 darüber beschließen. Ziel des Zukunftsprozesses ist die Aktivierung des Mitgliederverbandes, die Klärung und Sicherung der Rolle sowie des gesellschaftlichen Beitrags von Kolping in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Der Zukunftsprozess basiert und reagiert auf gesellschaftliche und kirchliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen – wie zum Beispiel dem demografischen Wandel – und stellt sich den bedeutenden Fragen, die sich daraus für das Kolpingwerk Deutschland sowie seine verbandlichen Einrichtungen und Unternehmen ergeben. Auf verschiedenen Regionalforen haben alle Mitglieder von Kolping Deutschland die Chance über die Zukunft des Verbandes zu diskutieren und mitzuentscheiden. Das Aktionszeichen des Zukunftsprozesses vermittelt das Motto: Kolping Upgrade – unser Weg in die Zukunft.

Deutschland
Sternenklar – ein Großereignis für die Kolpingjugend
„Sternenklar – Du baust die Zukunft“ ist das Motto des diesjährigen Jugendevents der Kolpingjugend im Kolpingwerk Deutschland. Unter den Themenschwerpunkten „Glaube“, „Politik“ und „Verband“ erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 28. bis 30. September 2018 ein vielseitiges Programmangebot. Neben einem bunten Bühnenprogramm, einer Party und einem gemeinsamen Abschlussgottesdienst bleibt Zeit, um mit jungen Menschen aus ganz Deutschland in Kontakt zu kommen und sich zu vernetzen. Erwartet werden 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter ab 14 Jahren aus der Weltfamilie Kolping, die Workshops, spirituelle Impulse, Podien und Mitmachaktionen besuchen können. Getreu dem Motto „Du baust die Zukunft!“ sind alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zur Bewahrung der Schöpfung und zur Gestaltung unserer Gesellschaft eingeladen. Mit dem Start der Aktionswebseite www.sternenklar2018.de werden regelmäßig neue Informationen bereitgestellt.

Deutschland & International
Sensationelles Ergebnis der Schuhaktion 2017
Das Ergebnis der Schuhaktion 2017 hat erneut alle Erwartungen übertroffen: 212.140 Paar Schuhe sind gespendet worden. Damit hatte niemand der Verantwortlichen im Kolpingwerk Deutschland gerechnet. Selbst der Bundesvorsitzende Thomas Dörflinger ist fast sprachlos: „Nach dem sagenhaften Ergebnis des letzten Jahres habe ich gedacht, dass heuer kaum noch jemand Schuhe haben dürfte, so viele waren das. Und jetzt wieder ähnlich viele! Da bin ich wahrlich stolz auf euch und freue mich, dass ich als Vorsitzender dafür allen ganz herzlich danke sagen darf!“ In der Summe heißt das 65.840,21 Euro! Diesen Betrag sowie zusätzliche eingegangene Einzelzuwendungen von Kolpingsfamilien, die sich nicht aktiv an der Schuhsammelaktion beteiligen konnten, kann das Kolpingwerk Deutschland nun als Zustiftung an die Internationale Adolph-Kolping-Stiftung überweisen. Generalpräses Msgr. Ottmar Dillenburg freut sich bei der Scheckübergabe über das großartige Engagement der Kolpingsfamilien für die Sammelaktion: „Wir fühlen uns von so viel begeisterten Mitgliedern getragen!“

Deutschland
Papst Franziskus: „Kolping, kenn ich!“
Mitglieder des Kolping-Bundespräsidiums begegnen dem Papst in Rom. Dieser begrüßte den Bundesvorsitzenden Thomas Dörflinger mit den Worten „Kolping, kenne ich!“. Die große Ausbreitung von Kolping in Lateinamerika ist dem argentinischen Papst also nicht verborgen geblieben. An der Begegnung nahmen auch die Geistliche Leiterin Rosalia Walter sowie die stellvertretenden Bundesvorsitzenden Klaudia Rudersdorf und Manuel Hörmeyer, Bundessekretär Ulrich Vollmer und der Leiter Finanzen und Verwaltung Guido Mensger teil. Bundesjugendsekretärin Magdalene Paul informierte den Papst über das Jugend-Event „Sternenklar“ im September 2018 und lud ihn nach Frankfurt ein. Mit seinem Segen für alle Mitglieder des Kolpingwerkes verband er zugleich auch die Bitte: „Kolping – betet auch ihr für mich!“.
Wenn Papst Franziskus Adolph Kolping heilig sprechen würde, könnten bald noch mehr Menschen sagen: „Kolping, kenn ich!“

Südtirol
Nationalversammlung im Zeichen von Um- und Aufbrüchen
Bei der jährlichen Nationalversammlung von Kolping Südtirol ging es neben allerlei statuarischen Belangen auch um manch Neues. Nach jahrzehntelangem Dienst kandidierte der Nationalpräses Johannes Noisternigg nicht erneut für das Amt. Er wird im Juni offiziell verabschiedet werden. Schon brachten jedoch viele Redner und Gäste ihren Dank und ihre Verbundenheit mit der Lebensleistung von Johannes Noisternigg zum Ausdruck. Unter großem Applaus und einstimmig wurde der Präses der Kolpingsfamilie von Meran Josef Stampfl gewählt.
m Neues ging es auch im Vortrag von Generalsekretär Dr. Markus Demele. Dieser erinnerte: „Mut zur Veränderung gehört zur DNA von Kolping. Doch Veränderung wohin? Nicht als Selbstzweck, sondern mit dem Ziel unsere Gemeinschaft nicht nur zu erhalten, sondern unser segensreiches Wirken auch weitere Kreise ziehen zu lassen. Dafür muss Kolping auch in Südtirol immer wieder aufweisen, dass es für die Menschen relevant ist. Und diese Relevanz nimmt immer Maß an dem Wort Adolph Kolpings „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist“.
Darüber, was denn die Nöte der Zeit seien, berieten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nationalversammlung in Südtirol. Es dauerte nicht lange, da sammelten die anwesenden Kolpingschwestern und Kolpingbrüder eine Vielzahl von Feldern, auf denen Kolping tätig sein kann und sollte, um den Menschen in ihren kleinen und großen Nöten beizustehen. Von der Sorge und dem Kontakt zu einsamen älteren Menschen bis hin zu Spendenaktionen gegen die tödliche Armut in Afrika – so vieles kann Kolping bewegen.

Costa Rica
Den Weltjugendtag schon im Blick
Im Januar erhielt Kolping Costa Rica Besuch vom Paderborner Diözesanjugendseelsorger Stefan Schröder und dem Sekretär für den Weltjugendtag, Benedikt Hebbecker, um die Möglichkeiten zu koordinieren, junge Menschen aus der Diözese Paderborn für das Vorprogramm des Weltjugendtags in der Diözese von San Isidro Labrador unterzubringen und dann weiter zum Treffen mit Papst Franziskus nach Panama zu fahren.
Der Weltjugendtag ist eine Veranstaltung der katholischen Kirche. Das Treffen für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 30 Jahren aus aller Welt wird vom Vatikan und dem jeweiligen Gastgeberland organisiert. Ihren Ursprung haben die Treffen in einer Initiative von Papst Johannes Paul II., der 1984 zum „Internationalen Jubiläum der Jugend“ nach Rom einlud. Für das Jahr 2019 lud Papst Franziskus in das Nachbarland Costa Ricas, Panama, ein.
Im Rahmen des Vorprogramms sollen die Jugendlichen Gelegenheit haben Land und Leute, vor allem junge Leute mit ihren Gebräuchen und ihrem Leben kennenzulernen. Costa Rica ist noch ein kleiner und junger Kolpingverband. Auch dank der Kooperation mit Kolping in Paderborn haben die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder vor Ort jedoch große Ziele für die Weiterentwicklung des Verbandes.

Bolivien
Gesundheit statt Profite
Leidenschaftliches Engagement der Kolpingmitglieder in Bolivien und starke Partnerschaften mit Kolping Schweiz und KOLPING INTERNATIONAL haben es möglich gemacht: Kolping Bolivien ist heute ein anerkannter katholischer Verband im Lande und hochgeschätzt für seine Gesundheitsdienstleistungen. Bei seinem Besuch konnte sich der Generalsekretär von KOLPING INTERNATIONAL davon überzeugen, wie engagiert die Verantwortlichen vor Ort zu Werke gehen.
„Das geht weit über nachhaltige Projektarbeit hinaus“, so Demele. „Hier gibt jeder mit voller Kraft sein Bestes, um den Armen zu helfen und professionelle Arbeit abzuliefern – im Haupt- und im Ehrenamt!“ Besonders die Gesundheitszentren beeindruckten. „Die Menschen, die unser Zentrum besuchen, haben keine feste Arbeit, sondern sind Tagelöhner und verdienen von Tag zu Tag das, was sie zum Überleben brauchen. Meistens haben sie viele Kinder. Es sind Menschen, die wirklich arm sind. Wir haben unsere Preise so gestaltet, dass sie für sie noch bezahlbar sind“, erklärt Elizabeth Reyes. Sie leitet das Gesundheitszentrum, das von Kolping Bolivien betrieben wird. Es liegt am Rande von El Alto, der Vorstadt der bolivianischen Metropole La Paz. Die Menschen hier sind arm und der Staat schwach. Es gibt zwar eine staatliche Gesundheitsversorgung, doch das System ist überfordert. „In einem staatlichen Zentrum muss man sich morgens um drei, vier in der Frühe anmelden, um im Laufe des Tages dran zu kommen. In eine Privatklinik können diese Menschen nicht gehen, die Beratung würde 15 bis 20 Euro kosten. Bei Kolping sind es zwei Euro. Das ist das Minimum dessen, was wir nehmen müssen“, so Reyes. Engagierte Kolpingsfamilien und dazu Einrichtungen, die den Menschen tatkräftig helfen – das ist Kolping in Bolivien.

Rumänien
Kolping als Innovationskraft der beruflichen Bildung
Im Jahr 2007 begann Kolping Rumänien die ersten Kurse zur Ausbildung von Köchen und Kellnern im Ausbildungshotel Kronstadt/Brasov. Diese Tätigkeit wurde über viele Jahre kontinuierlich weitergeführt. Zu den seither über 600 ausgebildeten Frauen und Männern gesellten sich im Laufe der Jahre mehrere Hundert Schülerinnen und Studenten, sowie Kursteilnehmer anderer Ausbildungsfirmen hinzu, die hier ihre Ausbildungs- oder Praktikumszeit, oder schlicht eine Zeit der beruflichen Orientierung bei Kolping absolvierten. Nun, zehn Jahre nach Start der ersten Ausbildungskurse, ist Kolping Mitbegründer der rumänienweit ersten Dualen Berufsschule für das Tourismus- und Gaststättenwesen. Die Partnerschule, das Technische Lyzeum „Maria Baiulescu“ gründete drei
Klassen, eine zur Ausbildung von Köchinnen und Köchen, eine von Servicekräften und eine von Hotelfacharbeiterinnen. Eduard Dobre und Nicoleta Paladuta sind seitens Kolping Rumänien die Motoren dieses Projektes gewesen, letztgenannte übernahm die Koordination der dafür gegründeten Arbeitsgruppe auf lokaler Ebene. Kolping Rumänien erhielt auch einen Platz im Rat der Schule.
Im Kolpinghotel selber wurden insgesamt 16 Lehrlinge aufgenommen, die ihr Praktikum hier während ihrer dreijährigen Ausbildung absolvieren. Die zukünftigen Köche und Kellner erhalten für ihre Lehrzeit sowohl vom Staat, als auch vom Ausbildungsbetrieb eine monatliche finanzielle Unterstützung.
Ende des vergangenen Jahres stellten Eduard Dobre und Nicoleta Paladuta als Vertreter Kolping Rumäniens im Rahmen der Deutschen Kultur- und Wirtschaftstage in Temeswar/Timisoara, im Westen des Landes, das Konzept der erfolgreichen dualen Ausbildung im Tourismusbereich vor. Mit dabei waren auch Vertreter des Gesellenverbandes Hermannstad/Sibiu, mit denen gemeinsam am „Kolping Gesellenhaus“ Temeswar gearbeitet wird, dem neuen Projekt Rumäniens zum Thema Bildung und Ausbildung.

Südafrika
Bayern zu Gast bei Kolping Südafrika
Vom 12. bis 15. Februar 2018 war eine Delegation des Bayerischen Landtags zu Gast im Kolping Guest House Durbanville/Kapstadt in Südafrika. Die Abgeordneten Kathi Petersen (SPD), Christine Kamm (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Klaus Steiner (CSU) wurden begleitet von Dr. Eva-Maria Unger (Bayerische Staatskanzlei), Dr. Alexander Fonari (Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.), Annegret Lueg (Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.) und Ulrike Ecker (Landtagsamt). In der bayerischen Partnerregion Western Cape besuchte die Delegation auch das Projekt SPARK des Kolpingwerkes in Südafrika. Kolping hilft jungen - zum Teil minderjährigen - Müttern bei der Persönlichkeitsbildung, stärkt die Mutter-Kind-Beziehung und vermittelt den Müttern Fähigkeiten, wie sie für ihre Zukunft und die ihrer Kinder besser sorgen können.
Die Bayerische Staatsregierung hat gemeinsam mit dem Diözesanverband Augsburg durch eine Anschubfinanzierung für den Start von SPARK gesorgt. Dass SPARK, was übersetzt „Funke“ bedeutet, wirklich ein Funke Hoffnung in Richtung Unabhängigkeit für die Teilnehmerinnen ist, berichteten die Frauen den Abgeordneten aus Bayern. Die junge Mutter Unity Pharo sagte, dass der Kolpingverband für sie eine wichtige Hilfe für ihre Erziehungskompetenz sei. Gouwa Johnson, eine andere junge Mutter, beschrieb in einem selbst verfassten Gedicht mit dem Titel „Jeder Tag ist eine Chance" ihre Erfahrung mit SPARK. Die bayerische Delegation lernte das Curriculum für den 4-monatigen Kurs kennen. Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung von sozialen Kompetenzen, Erziehungsfragen und praktische Teile, wie zum Beispiel Backen und Stricken.

Kim Christen erzählte, dass es ihr an manchen Tagen schwer fiel, zu den Treffen zu kommen. Sie entschied sich aber letztendlich zu gehen, weil „SPARK wie ein zweites Zuhause ist". Annegret Lueg von der bayerischen Delegation sagte zum Schluss, dass „Frauen der Schlüssel zu jeder Gesellschaft sind". SPARK gibt nach Lueg den Frauen die Stärke, ihre Familie wie ein kleines Familien-Unternehmen zu führen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Kathi Petersen, Mitglied der Kolpingsfamilie Schweinfurt, zeigt sich von SPARK und seinen Auswirkungen begeistert. Zur Nationalkoordinatorin des südafrikanischen Kolpingwerkes, Judith Turner, sagt sie in einem Interview: „Als Adolph Kolping vor 165 Jahren das Kolpingwerk gründete, wollte er benachteiligten Jugendlichen die Werkzeuge und Fähigkeiten vermitteln, die für einen Erfolg notwendig sind. Obwohl das vor Jahrhunderten war, bleibt diesem Wunsch die Organisation immer noch treu. In Südafrika sehe ich die Förderung des Gemeinwohls und des Glaubens lebendig und gesund. Programme wie WOP oder SPARK machen genau das, was Adolph Kolping vor vielen Jahren getan hat und bietet Möglichkeiten und Hoffnung für die südafrikanische Jugend. Junge Menschen brauchen immer Unterstützung, egal wo sie sind und wann sie leben.“

 

Honduras
Unterstützung bei der Existenzgründung
Bei Kolping lernt man was – das ist allen in Honduras klar. Im aktuellen CECAMEX-Newsletter weist die Leitung von Kolping Honduras darauf hin, dass auch Existenzgründungen von Kolpingmitgliedern durch das Nationalbüro begleitet werden. Es gibt Trainings für die richtige Kalkulation der Nachfrage, Standortwahl und Produktqualität. Erst wenn alle Rahmenbedingungen des neu zu errichtenden Unternehmens abgeklopft sind, kann ein Kleinkredit in Anspruch genommen werden. Doch auch dann sind die Kreditnehmer nicht allein. In der Kolpingsfamilie hilft man sich gegenseitig und unterstützt sich, auch wenn der Start im eigenen Unternehmen mal nicht so verläuft wie geplant.