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Internationale berichten - Nummer -06 juni/juli 2017

Internationale Nachrichten

Liebe Kolpingschwestern und Kolpingbrüder, liebe Freunde von KOLPING INTERNATIONAL,

In vielen Ländern sind in diesen Wochen Urlaubstage angesagt. Schul- und Kindergartenkinder machen ebenso Ferien wie manche Studierende. Da ist es für die ganze Familie Zeit, Urlaub zu machen und Erholung zu finden. Eine Zeit, neue Kraft zu schöpfen und mehr Zeit für- und miteinander zu haben.

Viele verbringen diese Zeit auch in der Kolpingsfamilie, mit gemeinsamen Aktivitäten wie Ausflügen oder Ferienfreizeiten. Bei Kolping kommen eben Freizeit, Familie, Beruf und Glauben zusammen. Diese Nachrichten geben wieder einige Beispiele vom vielfältigen Tun in aller Welt.

Viel Freude beim Lesen und gesegnete Urlaubstage wünscht Euch und Ihnen

Dr. Markus Demele 

Generalsekretär

 

International
Ehemaliger Protektor des Internationalen Kolpingwerkes Kardinal Joachim Meisner gestorben

Kolping International trauert um Kardinal Joachim Meisner, der am 5. Juli im Alter von 83 Jahren verstorben ist. Als ehemaliger Erzbischof von Köln war Kardinal Meisner zugleich auch Protektor des Internationalen Kolpingwerkes und damit in besonderer Weise für den Schutz des weltweiten katholischen Sozialverbandes verantwortlich.
„25 Jahre lang hat Kardinal Meisner sich in dieser Funktion große Verdienste erworben. Ein Höhepunkt war der Seligsprechungsprozess Adolph Kolpings, den Kardinal Meisner in herausragender Weise begleitet und gefördert hat. Wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit. Möge er in Frieden ruhen“, erklärt Msgr. Ottmar Dillenburg, Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, anlässlich des Todesmeldung.
Bereits als Weihbischof im Bistum Erfurt und als Bischof von Berlin hat er immer wieder die Kolpingsfamilien, die Kolpingschwestern und Kolpingbrüder in der DDR ermutigt und zugleich stets seine Wertschätzung für deren vielfältiges ehren- amtliches Engagement zum Ausdruck gebracht.
Als Erzbischof von Köln war er in besonderer Weise in seiner Eigenschaft als Protektor unserem Verband verbunden, hat diesen gefördert und unterstützt. Die gemeinsamen Tage der Seligsprechung Adolph Kolpings 1991 in Rom mit ihm sind und bleiben uns in lebendiger Erinnerung. „Das Christentum ist nicht nur für die Kirche und für die Betkammern, sondern für das ganze Leben!“ Entsprechend diesem Wort Adolph Kolpings hat er gedacht und gehandelt und das politische und gesellschaftliche Leben auch aus dieser Perspektive gedeutet.

International
Jahresbericht zur Projektarbeit von Kolping International 2016  vorgelegt

171 Projekte in 39 Ländern – im letzten Jahr konnte Kolping International mit über 11 Millionen Euro vor allem Projekte mit den Schwerpunkten berufliche Bildung, Landwirtschaft, Kleinkredite und Wasser fördern. Ein kräftiges Spendenplus konnte Kolping International bei den privaten Spenden erreichen – mit rund 3,3 Millionen Euro sind das über 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
„In einem hart umkämpften Spendenmarkt wie dem deutschen ist es nicht immer leicht, die Aufmerksamkeit der Spender für sich zu gewinnen“, erklärt Dr. Markus Demele, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerkes. „Umso glücklicher sind wir über die deutlich gestiegenen Einnahmen. Sie beweisen das Vertrauen tausender Spenderinnen und Spender in unsere Arbeit, mit der wir auch 2016 wieder nachhaltige Armutsbekämpfung im Sinne Adolph Kolpings geleistet haben.“
Der höchste Mittelzufluss für die Kolping-Projektarbeit kam aus öffentlicher Hand: Das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) unterstützte die „Hilfe zur Selbsthilfe“ des SEK e.V. in 2016 mit 7,298 Millionen Euro (Vorjahr: 6,873 Millionen Euro).

International
Generalversammlung, Generalrat und Fachtagung in Lima

Eine Woche lang wird Ende September in Lima die Arbeit von Kolping beraten. Und das mit Vertretern aus über 60 Ländern. Insgesamt werden rund 240 Delegierte von Kolpingverbänden aller Kontinente zu Gast sein. Derzeit laufen die Vorbereitungen dazu nicht nur im Generalsekretariat in Köln, sondern auch im Nationalbüro von Kolping Peru in Lima auf Hochtouren.
Während der Tagung der Generalversammlung werden zwei Leitanträge beraten werden. Der erste formuliert das Selbstverständnis von Kolping als Mitgliederverband. Im zweiten Leitantrag werden Änderungen des für alle Verbände verbindlichen Generalstatuts vorgestellt. Aber auch Berichte aus dem Generalsekretariat, aus allen Verbänden sowie die Auseinandersetzung mit dem päpstlichen Schreiben Laudato Si stehen auf dem Programm.
Der Generalrat, das Entscheidungsgremium der Verbände, die mehr als 1000 Mitglieder haben, wählt zudem einige Mitglieder in die Leitung des internationalen Verbandes.
Im Vorfeld wird in einer Entwicklungspolitischen Fachtagung mit über 70 Teilnehmern die Entwicklungszusammenarbeit von Kolping und der spezifische Ansatz der Mobilisierung der Zivilgesellschaft erörtert werden. „Vom Begünstigten zum engagierten Ehrenamtlichen – Kolping-Verbände gestalten Gesellschaft und Kirche“ lautet die Überschrift zu diesen Beratungen.

International
Weltgebetstag am 27. Oktober

Der Weltgebetstag des Internationalen Kolpingwerkes am 27. Oktober eines jeden Jahres erinnert an die Seligsprechung Adolph Kolpings am 27. Oktober 1991. Darüber hinaus steht beim Weltgebetstag auch immer der Kolpingverband eines Landes im Mittelpunkt. Am Weltgebetstag 2017 wird eine Brücke des Gebets aus allen Ländern nach Burundi geschlagen und damit ein Zeichen der besonderen Solidarität für den Verband in Burundi gesetzt.
Die Anfänge Kolpings in Burundi: 1996 führte der deutsche Missionar Bruder Kham die Kolpingsfamilie in Burundi bei Mitar- beitern einer Behinderten-Einrichtung ein. Doch die Weltanschauung und Spiritualität von Kolping wurden erst von einer Bildungs-Delegation des Internationalen Kolpingwerkes vermittelt, zu der Nationalpräses Peter Isingoma und Nationalsekretär Aloysius Mugasa von Kolping Uganda gehörten.
Als Landesverband wurde Kolping Burundi am 25. März 2012 gegründet. Der Hauptsitz befindet sich in der im Zentrum des Landes gelegenen Erzdiözese Gitega. Die 43 Kolpingfamilien befinden sich in verschiedenen Gemeinden in sechs der acht Landesdiözesen, sie bestehen aus Männern und Frauen.
Die Unterlagen zum Weltgebetstag stehen zum Download bereit.

Deutschland
Abschluss des Ausbildungskurses „Geistliche  Leitung“

An einem Juliwochenende fand in Köln das letzte Modul zum Ausbildungskurs „Geistliche Leitung“ mit den Teilnehmenden aus den Diözesanverbänden Limburg, Speyer und Trier statt. Bundespräses Josef Holtkotte gestaltete dieses von Freitagabend bis Sonntagmittag unter der Überschrift „Adolph Kolping – Zeuge des Glaubens“. Zusammen mit oder anstelle von den Präsides tragen die geistlichen Leiterinnen Sorge für das spirituelle Leben der Kolpingsfamilien und der einzelnen Mitglieder. Als Mitglieder des Vorstandes tragen sie Mitverantwortung für dessen Arbeit. Geistliche Leiterinnen sind Begleiter auf allen Lebens- und Glaubenswegen. Es waren schöne, aufbauende, intensive und geistliche Tage.

Deutschland 
Armut trägt zur Spaltung unserer Gesellschaft bei

Obwohl es in Deutschland immer mehr arme Menschen gibt, ist Armut nach wie vor ein Tabuthema. Die Betroffenen werden dadurch an den Rand der Gesellschaft gedrängt, was erhebliche Risiken für unser gemeinschaftliches Zusammenleben birgt. Dies betont der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland in einer Erklärung, die heute in Köln veröffentlicht wird.
Da es keine einheitliche Definition von Armut gebe, herrsche Uneinigkeit sowohl über deren Ursachen als auch über die gesellschaftlichen Folgen. Armut werde dabei entweder als die Folge individuellen Versagens oder als das Ergebnis ungerechter gesellschaftlicher Strukturen gesehen. Das Kolpingwerk lehnt diese Extrempositionen ab und geht stattdessen von einem Bedeutungsgleichgewicht beider Aspekte aus. Armut beginne demnach dort, wo Menschen nicht (mehr) an den allgemeinen gesellschaftlichen Lebensprozessen und kulturellen Alltagserfahrungen teilnehmen können und wenn es Menschen verwehrt bleibt, ihre Fähigkeiten zu entwickeln.
Die offensichtlichste Form von Armut sei finanzieller Natur und könne vielfältige Gründe haben: Langzeitarbeitslosigkeit, niedrige Erwerbseinkommen, unterbrochene Erwerbsbiografien oder atypische Beschäftigungsverhältnisse seien nur einige Beispiele. Auch die „vererbte Armut“ sei in diesem Kontext ein wichtiges Thema. So werde sich das Leben von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit unterschiedlichen Ressourcenvermögen trotz vergleichbarer intellektueller Fähigkeit in der Regel entgegengesetzt entwickeln. Das bedeute: Wer in eine arme Familie hineingeboren wird, kommt aus der mit Armut einhergehenden gesellschaftlichen Ausgrenzung so schnell nicht mehr heraus. Dadurch werde das individuelle Leistungsprinzip als bisheriger kultureller Konsens ad absurdum geführt.
Vielmehr sei das Gegenteil der Fall: Arme Menschen ziehen sich aus der Gesellschaft zurück und sehen sich mit mangelnder Teilhabe konfrontiert. Das führe zu einer soziokulturellen Spaltung, die sich auch im politischen Sektor nachteilig auswirke. Es liege demnach im Eigeninteresse der Gesellschaft als Ganzes, armen Menschen eine Lobby zu verschaffen. Dies sei vor allem Aufgabe der Sozialverbände. Bildung – verstanden als ganzheitliche Bildung inklusive der Vermittlung persönlichkeitsbildender Kompetenzen – sei hierbei eine wesentliche Voraussetzung für eine Gesellschaft ohne Armut.

Deutschland - Honduras
Lebendige Partnerschaft erfährt hohe Ehrung

Der deutsche Diözesanverband Kolping Paderborn wurde für sein internationales Engagement geehrt. Im Jahr 2009 wurde der Grundstein für die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Kolpingwerk Honduras gelegt. Am 25. Juli ist Kolping Paderborn nun für seine Partnerschaftsarbeit vom honduranischen Botschafter in Deutschland ausgezeichnet worden.
Diözesanvorsitzender Stephan Stickeler begrüßte die etwa 80 Gäste, die auf Einladung des Verbandes ins Hotel Aspethera gekommen waren. „Als wir von dieser Ehrung erfahren haben, waren wir überrascht“, sagte er. Die Partnerschaftsarbeit sei  für die Kolpingmitglieder der Diözese Paderborn schließlich eine Selbstverständlichkeit. „Wir freuen uns aber sehr, dass unsere Arbeit in Honduras nicht nur gesehen, sondern auch als etwas zu Ehrendes angesehen wurde.“|
Den bewegenden Höhepunkt der Feierstunde bildete die Verleihung der Auszeichnung für die Solidarität mit dem Kolpingwerk Honduras und für den vom Verband geförderten Bio-Kaffee Tatico. Überreicht wurde die Ehrung durch den extra zu diesem Anlass nach Paderborn angereisten honduranischen Botschafter in Deutschland, Ramón Custodio Espinoza.
„Ich danke dem Kolpingwerk für die Unterstützung der Projekte mit Honduras und die direkte Hilfe im Rahmen von fair gehandeltem Kaffee“, sagte er und lud alle Anwesenden dazu ein, mehr Kaffee zu trinken. „Egal aus welchem Land, Hauptsache Tatico“. Begleitet wurde der Botschafter von Dr. Ricardo Lagos Andino, ständiger Vertreter des Zentralamerikanischen Parlaments in Europa. Auch Klaus Langen, Kaffeeröster aus Medebach und Geschäftsführer der Tatico GmbH, wurde für seine Arbeit um den fairen Handel der Kaffeemarke Tatico vom Botschafter ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Myanmar
Kolpingtag in schwierigem  Umfeld

Weder das Land als Ganzes noch Kirche oder Zivilgesellschaft haben es leicht im Myanmar, dem früheren Birma. In vielen Regionen herrschen noch immer gewaltreiche Konflikte. Dennoch gibt es auch Hoffnungszeichen – gerade bei Kolping. An einem Kolpingtag während des Besuches von Martin Rüber, Länderreferent bei Kolping International, fand ein Kolpingtag der Diözesen Taunggyi, Pekhon und Loikaw statt, an dem gemeinsam Pläne für die Zukunft geschmiedet wurden. Auch der AltErzbischof Matthias U Shwe ließ sich die Teilnahme nicht nehmen und reiste aus einer entlegenen Dschungel-Region an, um bei dem Treffen dabei zu sein. Mehr als 40 Delegierte aus rund 20 Kolpingsfamilien waren bei dem Treffen anwesend. Beraten wurden die weiteren Verbands- und Projektaktivitäten sowie nachhaltige Arbeitsstrukturen für die verschiedenen verbandlichen Ebenen.
Besonders erfreulich ist es, dass mit Paul Saing ein engagiertes Kolpingmitglied im Nationalparlament des Landes vertreten ist. Der frühere Koordinator für die Kolping-Diözesen Loikaw (Kayah State) sowie Pekhon und Taunggyi (Shan State) lenkt nun zunächst bis zum Jahr 2020 die Geschicke seines Landes mit. Dies tut er auf dem Wertefundament des Kolpingverbandes.

Ruanda
Kolpingmitglied empfängt Priesterweihe

Am 22. Juli 2017 feierte die katholische Kirche Ruandas offiziell ihr 100jähriges Bestehen. An diesem Tag wurden landesweit Priester- und Diakonenweihen vorgenommen. Mit großer Freude berichtet Dancille Mujawamariya, Geschäftsführerin von Kolping Ruanda, dass unter den Neugeweihten auch ein Kolpingmitglied ist. Zwar sind bereits zwei Priester und eine Ordensschwester Mitglieder des Verbandes – unabhängig von den Präsidesämtern – aber Joseph Nshimiyiana ist der erste Seminarist, der schon vor seiner Weihe bei Kolping aktiv gewesen ist. Ein schönes Zeichen dafür, dass Kolping Ruanda immer festere Wurzeln in der Kirche und Gesellschaft des ostafrikanischen Landes geschlagen hat.

 

Tansania
Mehr Wertschöpfung durch Kleinbauern

Feldfrüchte wie Bananen, Maniok, Süßkartoffeln oder Kochbananen produzieren viele Kleinbauern in Tansania. Doch wie überall auf der Welt verdienen die Bauern nur wenig an den unverarbeiteten landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Begeistert zeigte sich Generalsekretär Dr. Markus Demele daher bei seinem Besuch in der Region Kagera von der Arbeit der Kolpingsfamilien in der Weiterverarbeitung ihrer Produkte. Aus Bananen wurde Bananenwein hergestellt, aus Süßkartoffeln Donuts, Chips und Mandazi. Auch Seife wurde produziert und verschiedene geflochtene Körbe und Matten. Je höher die Wertschöpfung im Prozess der Produkterstellung ist, umso mehr Einkommen können die Kleinbauern erwirtschaften. „Die Richtung stimmt!“ so Markus Demele.“ Die Verarbeitung der Produkte im großen Stil durch Gemeinschaftsbetriebe z.B. als fertig verpackte Trockenfrüchte und andere Produkte für den ostafrikanischen Markt sind hoffentlich nicht mehr in weiter Ferne.“